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Das Geheimnis der Reifung

Das Geheimnis der Reifung

Das Geheimnis der Reifung Im Weinkeller hat sich in den letzten Monaten viel getan - ganz ohne unser Zutun. Wir lassen unsere Weißweine im Edelstahltank oder Eichenfass reifen. Wieso zwei verschiedene Gebinde? Das Geheimnis liegt im Sauerstoff. Im Edelstahltank reifen Riesling und Co. reduktiv, also ohne Sauerstoffkontakt heran. Es entstehen dabei fruchtige und frische Weine: unsere Gutsweine. Weißwein im Eichenfass hat durch die feinen Poren des Holzes ständig minimalen Sauerstoffkontakt - man spricht von Mikrooxidation. Diese Weißweine sind geschmeidiger, vollmundiger und in der Regel auch länger haltbar: unsere Terroirweine. Rotweinen gönnen wir noch längeren Holzaufenthalt, sodass Gerbstoffe geschmeidiger und der Wein in sich runder wird. Im April werden wir zahlreiche 2021er Weiß- und Roséweine füllen. Du darfst dich auf ein breites Spektrum an Aromen und Charakteren einstellen.
Unser Frühjahr 2022

Unser Frühjahr 2022

Wie das Weinjahr für uns begonnen hat ... ... und was wir uns vom restlichen Frühjahr erhoffen. Beim Rebschnitt im Januar und Februar hatten wir es mit ständig wechselnden Witterungsverhältnissen zu tun - manchmal auch innerhalb eines einzigen Tages. Frost wurde von warmem Sonnenschein abgelöst, strahlend blauer Himmel von dichten Nebelbänken. Als Winzer*in ist man ein Wetter-Allrounder und mit dem Zwiebelschalenprinzip bestens vertraut und für alles gewappnet. Insgesamt hatten wir es erneut mit einem sehr trockenen Winter zu tun. Tagsüber war es zwar meist zu warm, dafür nachts immer wieder frostig. Daher lässt der Austrieb zum Glück noch auf sich warten und die Insektenpopulation konnte hoffentlich etwas gemäßigt werden. Nun sind wir gespannt, was das Frühjahr bringt und ob wir im Mai wieder vor den Eisheiligen zittern müssen. Wir hoffen sehr, dass wir in diesem Jahr von Spätfrösten verschont bleiben.
Dein Beitrag

Dein Beitrag

Dein Einkauf bewegt etwas Mit deiner Entscheidung für unseren Biowein trägst du zu Umweltschutz und Tierwohl bei.Wie das? Hier eine kleine Aufzählung: Du reduzierst den CO²-Ausstoß dank kurzer Transportwege vom heimischen Winzer zu dir. Du trägst dazu bei, dass wir unsere Trauben kostspielig komplett von Hand lesen können - ohne Einsatz großer Maschinen - und dadurch Boden und Lebewesen schonen. Du unterstützt veganen Wein. Wir verzichten auf Gelatine zur Schönung und verwenden dafür - falls überhaupt - mineralische oder pflanzliche Varianten, die meist teurer sind. Du ermöglichst unsere biologische Arbeitsweise, bei der wir chemische Unkrautvernichtungsmittel durch arbeitsintensives Beikrautmanagement ersetzen. Dadurch werden Artenvielfalt und Bodenfruchtbarkeit gesichert und verbessert. Dir haben wir es zu verdanken, dass wir es uns leisten können auf zeit- und kostspieligere natürlich vorkommende Pflanzenschutzmittel zurückzugreifen, anstatt chemisch-synthetische Spritzmittel verwenden zu müssen. Dadurch können wir unseren Weinbergen auch eine zeitintensive und kostspielige Rebzeilen-Begrünung gönnen. Ausgewählte Pflanzen versorgen unsere Reben mit Nährstoffen, die ansonsten über Kunstdünger hätten zugesetzt werden müssen. Außerdem arbeiten wir Pferdemist und Kompost in unsere Böden ein, was das Bodenleben und die Nährstoffversorgung zusätzlich fördert. Du ermöglichst uns den etwas kostspieligeren Druck unserer Geschäftspapiere, Weinkarte und Werbemittel auf 100 % Recyclingpapier. Du machst den Einsatz von Sonnenstrom möglich. Unser Scheunendach ist in südlicher Ausrichtung komplett mit Photovoltaik ausgestattet. Damit produzieren wir reichlich sauberen Strom. Du schonst Ressourcen, da wir zurückgegebene Flaschen spülen und wiederverwenden können und Korken recyceln. Du teilst digitale Verantwortung, denn unser Onlineshop läuft über ein deutsches Rechenzentrum. Außerdem verwendet unser Webhoster für die Versorgung der Server 100 % Ökostrom. Unser Beitrag ist auch dein Beitrag, weil du uns durch deinen Einkauf die Umsetzung unserer Herzensthemen ermöglichst.Wir danken dir von Herzen.
Veganer Wein - wie kann das (NICHT) sein?

Veganer Wein - wie kann das (NICHT) sein?

Der Unterschied zwischen veganem und nicht veganem Wein liegt in der Weinproduktion im Weinkeller Wein entsteht aus der Weintraube, die am Rebstock wächst, der zur Gattung Pflanze zählt. Veganer ernähren sich ausschließlich von Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs. Warum also ist Wein nicht immer vegan? Um dies zu erörtern schauen wir uns die Weinherstellung genauer an. Sobald die Weintraube reif ist bzw. den vom Winzer gewünschten Reifegrad erreicht hat, wird sie geerntet. Das kann zeit- und geldbeutelschonend maschinell mit dem Vollernter erfolgen oder Traubenschonend von Hand in den Leseeimer (wie in unserem Fall). Die Trauben werden mit dem Traubenwagen oder in einzelnen Boxen (wie in unserem Fall) zur Kelter transportiert. Dort werden sie zur Weiterverarbeitung per Exzenterschnecke und Pumpe aus dem Traubenwagen gedrückt oder unter zur Hilfenahme der Schwerkraft mit dem Gabelstapler aus den Boxen gekippt (wie in unserem Fall). Es folgen je nach Traubenart und gewünschtem Ergebnis Entrappung, Maischegärung (von Hand oder Tankstößel), Pressung. Bei all diesen Schritten werden die Trauben in Mitleidenschaft gezogen - der Traubensaft enthält dadurch unzählige kleine Partikel von Schale, Kernchen etc., den Trub. Manches Mal ist dies von Vorteil, zum Beispiel bei der Maischegärung von Rotwein, da wir Farb- und Gerbstoffe aus der Beerenhaut auslaugen möchten. Da helfen wir sogar durch drücken und quetschen nach. In den meisten Fällen jedoch, vor allem bei Weiß- und Roséwein, ist der Trub ein Dorn im Auge, da wir klaren Wein bevorzugen und Trubstoffe zu Fehlaromen führen könnten. Er muss somit entfernt werden. Die Entfernung der Trubstoffe erfolgt durch Zugabe von Bindestoffen. Der Trub heftet sich an den Bindestoff, sackt nach unten, der Traubensaft kann über dem Bodensatz abgezogen werden. Nun kommen wir zur Beantwortung unserer Frage. Bindestoffe können tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sein. Am gängigsten (vermutlich weil am billigsten und nur auf diese Weise in der Winzerausbildung gelernt) kommt Gelatine zum Einsatz. Hausenblase (vom Stör) oder Eiklar können ebenso verwendet werden. Oder man nimmt etwas mehr Geld in die Hand und verwendet dafür Mineralerde oder Erbsenprotein (wie in unserem Fall). Im fertigen Wein lassen sich die tierischen Bindemittel vermutlich nur geringfügig bis gar nicht mehr nachweisen, da sie mit den Trubstoffen auf den Tankboden absacken und auf dem Komposthaufen landen. Wer neben dem Konsum tierischer Produkte - z.B. aus gesundheitlichen Aspekten - auch auf jeglichen Einsatz tierischer Inhaltsstoffe - aus ethischen Gründen - verzichten möchte, sollte auf jeden Fall zu veganem Wein greifen. Wir kennzeichnen unsere Weine schlicht mit dem Wort "vegan" auf dem Rückenetikett. Zertifiziert sind wir jedoch zusätzlich von der European Vegetarian Union. Du findest das V-Label VEGAN auf unserer Homepage und auf unserer Weinkarte. Durch die schonende Verarbeitung unserer Trauben können wir in den meisten Fällen sogar komplett auf den Einsatz von Schönungsmitteln verzichten. Diese Weine erkennst du an dem Zusatz "ungeschönt" auf dem Rückenetikett.
Die Weinlese 2022

Die Weinlese 2022

Der neue Weinjahrgang lässt das Winzer*innenherz höher schlagen Das trockene Klima über den gesamten Sommer hinweg ließ die Trauben gesund heranreifen. Weinberge, die wir lagenbedingt nicht bewässern konnten, wiesen allerdings Dürreschäden auf. Blätter wurden welk, Trauben blieben recht klein und die Beeren näherten sich hier und da dem Rosinenstadium an. Der beständige Regen der letzten Wochen war ein Segen - in zweierlei Hinsicht: 1. Die Ernte ist so üppig wie seit Jahren nicht mehr. Die meisten Beeren wurden rund und saftig. Trauben, die noch etwas unterentwickelt sind, belassen wir für einen zweiten Durchgang am Rebstock. Denn das Wetter mit seinen kalten Nächten und sonnigen Tagen ist optimal für die Aromareife. Sobald Oechsle, ph-Wert und Säure unseren Vorstellungen entsprechen, greifen wir zur Rebschere und ernten von Hand. 2. Das Blattwerk hat sich erholt. Damit kann der Rebstock ausreichend Nährstoffe einlagern für den Winter. Regen ist essentiell für die langfristige Rebstockgesundheit. In diesem Jahr füllen sich unsere Weißweintanks endlich wieder bis zum Anschlag. Ein schöner Anblick - nach den mageren letzten Jahren. Die Rotweinernte lässt unser Herz ebenfalls höher schlagen. Die Menge ist erfüllend, die Qualität hervorragend. So macht das Winzerhandwerk Spaß. Nach der Traubenverarbeitung am Sortiertisch [welche neben der Lese von Hand unabdingbar ist für lupenreines Lesegut] beginnt die langwierige Zeit der Maischegärung [siehe Abbildung]. Hierdurch erhält unser Rotwein seine intensive Farbe und die kräftigen Gerbstoffe. Täglich überprüfen wir den Gärverlauf jeden Weines. Wir sind absolute Fans der Spontangärung mit Wildhefen, stürzen uns jedoch nicht blind ins Abenteuer. Ein Wein, dessen Gärung stockt, erhält durch Temperaturführung oder Sauerstoffzufuhr wieder natürlichen Antrieb. Wir freuen uns auf eventuelle erste Frühfüllungen im Weißweinbereich Ende des Jahres
Sektgrundwein / Sektherstellung · Schritt #1

Sektgrundwein / Sektherstellung · Schritt #1

Was ist ein Sektgrundwein? Und wie genau wird Sekt eigentlich hergestellt? Wie ist es möglich, dass mancher Sekt für 2,99 € im Supermarktregal steht? Wir klären auf! Mit unserer dreiteiligen Blog-Serie "Sektherstellung" erfährst du alles rund um den Sekt und die verschiedenen Herstellverfahren. DIE SEKTHERSTELLUNG · SCHRITT #1 Zunächst einmal, schauen wir uns die Entstehungsgeschichte von Sekt an. Die Entstehung von Sekt Sekt wurde erstmals vor etwa 500 Jahren von Mönchen hergestellt. In Frankreich - dem Land der Champagner und Cremants. Unvollständig vergorener Wein wurde damals in Flaschen abgefüllt und diese mit Korkstopfen geschlossen. Damit der Korken hält, wurden Schnüre um die Flasche gewickelt. Dieses Verfahren gibt es - in modifizierter Form - auch heute noch: die klassische bzw. traditionelle Flaschengärung. Herstellung von Sekt Um Sekt herzustellen, kann man heute auf drei verschiedene Methoden zurückgreifen: die klassische oder traditionelle Flaschengärung das Transvasierverfahren das Großraumverfahren Genaueres dazu erfährst du im Blogbeitrag Flaschen- vs. Tankgärung / Sektherstellung · Schritt #2 Voraussetzung: der Sektgrundwein Eine Gemeinsamkeit haben alle diese Methoden der Sektherstellung: Zunächst braucht es einen geeigneten Sektgrundwein. Sektgrundwein sollte ausreichend Säure aufweisen. Daher achtet man bei der Weinlese von Sekt nicht [vorrangig] auf die Oechslegrade - also den Zuckergehalt - sondern auf den Säuregehalt. Trauben für den Sektgrundwein werden daher einige Wochen vor der eigentlichen Weinlese geerntet. Die Trauben werden dann zu einem Wein vergoren - dem Sektgrundwein. Gängig ist eine Cuvée aus verschiedenen Rebsorten. Champagner-Grundwein z.B. besteht vorrangig aus den Rebsorten Pinot noir [Spätburgunder], Pinot meunier [Schwarzriesling] und Chardonnay. Besonderheit: Winzersekt Seltener finden sich reinsortige Sekte. Winzersekte z.B. sind oftmals aus einer Rebsorte von einem Weinberg oder Rebhang hergestellt. So können der einzigartige Rebsorten-Charakter sowie die Besonderheiten der Weinlage zur Geltung gebracht werden. Discounter-Sekt Eine günstige Variante für die Gewinnung von Sektgrundwein ist der Zukauf ausländischen Grundweins. Dies macht vor allem bei Discounter-Sekt Sinn. Wie sonst könnte ein Preis von unter 5,-€ erzielt werden? Indem dann auch noch 1,02 € Sektsteuer enthalten sind. Wobei auch über die Auswahl des Herstellungsverfahrens Kosten eingespart werden können. Dazu aber gleich mehr. Für Champagner und Winzersekt kommt diese Variante definitiv nicht in die Tüte bzw. die Flasche. Hier gilt ausnahmslos ein Regionalitäts- und Qualitätsversprechen. Die Wahl des Herstellungsverfahrens Nun sind wir also im Besitz eines geeigneten Sektgrundweines. Ausreichend Säure ist vorhanden, ebenso eine schöne Fruchtigkeit ... fehlt nur doch die Perlage [die Kohlensäure] und die gewünschte Geschmacksrichtung. Aber eins nach dem andern. Zunächst müssen wir uns für ein geeignetes Sekt-Herstellungsverfahren entscheiden.   [Unser Wissen haben wir aus unseren Schulbüchern und von: https://de.wikipedia.org/wiki/Champagner; Stand: 29.03.2023 http://www.wunsch-sekt-gestalten.de/geschichte.html; Stand: 29.03.2023] [Bildnachweis: adobe stock]
Flaschen- vs. Tankgärung / Sektherstellung · Schritt #2

Flaschen- vs. Tankgärung / Sektherstellung · Schritt #2

Wie kommt das Prickeln in die Sektflasche? Und wie genau wird Sekt eigentlich hergestellt? Was ist die Besonderheit von Champagner und Winzersekt?  Und wie kann es sein, dass mancher Sekt nur 2,99 € kostet und Winzer-Sekt "so viel"? Rund um das Thema Sekt gibt es viele Fragen. Kein Wunder - die Sektherstellung ist zwar kein Hexenwerk aber doch recht aufwendig und [zum Teil] langwierig. Erfahre alles über die Sektherstellung Im ersten Part unserer 3-teiligen Blog-Serie "Sektherstellung" erfährst du, wann Sekt erstmals hergestellt wurde und welche  Grundvoraussetzung erfüllt sein muss. Hier gehts zu:  Der Sektgrundwein / Sektherstellung · Schritt #1 Nun nehmen wir die verschiedenen Herstellverfahren genauer unter die Lupe. Denn: Sekt ist nicht gleich Sekt! FLASCHEN- VS. TANKGÄRUNG / SEKTHERSTELLUNG · SCHRITT #2 Für die Herstellung von Sekt gibt es drei Möglichkeiten: die klassische bzw. traditionelle Flaschengärung das Transvasierverfahren das Großraumverfahren Besonderheit: Champagner und Winzersekt Für Champagner und Winzersekt ist die Auswahl sofort getroffen: hierfür kommt nur die klassische/traditionelle Flaschengärung in Frage. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Die klassische oder traditionelle Flaschengärung Bei der klassischen bzw. traditionellen Flaschengärung handelt es sich um dasselbe, es gibt nur zwei verschiedene Begriffe dafür. Besonderes Merkmal dieser Methode: Der gesamte Herstellprozess erfolgt in einer einzigen Flasche. Der Name für diese Methode lässt schon erahnen, dass es sich dabei um die ursprüngliche und damit älteste Methode zur Sektherstellung handelt. Genau wie anno dazumal, wird hierzu ein Sektgrundwein in eine Flasche gefüllt. Früher war dieser Wein noch nicht ganz durchvergoren. Dies ist heute anders. Neben dem [komplett vergorenen] Sektgrundwein kommt auch eine sogenannte Fülldosage in die Flasche. Die Fülldosage Bei der Fülldosage handelt es sich um eine kleine Menge Wein, die mit Hefe und Zucker versetzt wurde. Diese wird dem eigentlichen Grundwein hinzugefügt. Im Anschluss wird die Flasche mit einem Kronkorken fest verschlossen. Die Hefen beginnen sofort mit der Verarbeitung des Zuckers. Sie verstoffwechseln ihn zu Alkohol und Kohlensäure. Insgesamt dauert diese 2. Gärung mit anschließender Reifung mindestens 9 Monate. Die Fülldosage wurde von den Hefen nun komplett "verdaut". Die Perlage Der Alkoholgehalt des Grundweines steigt bei der 2. Gärung um ca. 1 %vol. Außerdem entsteht durch den Umbauprozess Kohlensäure, die für das Prickeln im Sekt sorgt - die Perlage [sprich: perlaaaasch].  Damit ist es aber noch nicht getan! Das ganz spezielle Sektaroma Bei der klassischen/traditionellen Flaschengärung beträgt die Reifezeit mindestens 9 Monate. In dieser Zeit erfolgt die Autolyse. Einfacher ausgedrückt: Die abgestorbenen Hefen zersetzen sich. Dieser Prozess verleiht Sekt sein einzigartiges [Zusatz-]Aroma und verfeinert die Kohlensäure, sodass eine ganz feine Perlage entsteht. Rütteln [nicht schütteln] Etwa 4 Wochen vor der Fertigstellung des Sektes, werden die Flaschen gereinigt und kopfüber in ein sogenanntes Rüttelpult gestellt [siehe Foto]. In den nächsten 21 Tagen wird jede Flasche nun täglich ein klein wenig gedreht. Dadurch löst sich die Hefe ganz langsam. Zusätzlich kommt in den letzten 7 Tagen eine sich täglich steigernde Schrägstellung der Flasche hinzu, damit der gelöste Hefesatz in den Flaschehals sinkt. Heutzutage kann dieser Vorgang auch maschinell erfolgen. Dazu werden die Flaschen in würfelförmige Kisten gestellt und mechanisch gedreht und geneigt. Degorgieren [sprich: degorschieren] Nun kann die Hefe aus der Flasche entfernt werden. Dazu wird die Flasche kopfüber in ein Kältebad getaucht. Die Hefe im Flaschenhals gefriert. Beim anschließenden Öffnen des Kronkorkens schießt der Hefe-Eis-Pfropfen dank des starken Flaschendrucks heraus. Der Sekt ist nun geklärt und beinahe trinkreif. Wie der Sekt zu seinem Namen kam Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Sekt staubtrocken und damit oftmals sehr herb im Geschmack. Diesem Zustand verdankt Sekt übrigens seinen Namen. Aus dem lateinischen Wörtchen "siccus" gleich "trocken" entstand die Bezeichnung "sec", Mit den Jahren wurde daraus "sect" und anschließend der heutige Begriff "Sekt". Versanddosage [sprich: ... dosaaasche] Aber zurück zu staubtrocken und herb. Diese Geschmacksrichtung ist nicht "jedermenschs" Sache. Der Winzer bzw. Sekthersteller nimmt nun das Feintuning vor. Durch Zugabe eines Wein-Zucker-Gemischs kann die Geschmacksrichtung genau eingestellt werden. Alle sieben Geschmacksangaben für Sekt stellen wir dir in Teil 3 unserer Blog-Serie "Sektherstellung" vor: Sektgeschmäcker / Sektherstellung · Schritt #3 Nun kann die Sektflasche mit einem speziell geformten Sektkorken verschlossen werden. Auf Grund des starken Flascheninnendrucks muss der Korken mit einem Drahtgestell - der sogenannten Agraffe - gesichert werden. Sekt ist nicht gleich Sekt Ob der Sekt deiner Wahl mit dieser alt hergebrachten, aufwändigen, aber qualitätsbewussten Methode hergestellt wurde, erkennst du auf dem Rückenetikett. Die Bezeichnung "klassische Flaschengärung" oder "traditionelle Flaschengärung" darf nur für diese Methode verwendet werden. Andere Herstellverfahren für Sekt Steht hier nur "Flaschengärung" oder sogar gar nichts, wurde der Sekt durch ein günstigeres und weniger zeitintensives Verfahren hergestellt. Über die Qualität dieser Sekte lässt sich streiten ... Die Alternativen lauten Transvasier- und Großraumverfahren. DAS TRANSVASIERVERFAHREN Diese Methode der Sektherstellung ist eine Vereinfachung der klassischen Flaschengärung. Gärung und Hefekontakt betragen hier nur mindestens 90 Tage. Außerdem entfällt das Rütteln und degorgieren, da die Sektflaschen nach der Reifezeit in ein großes Behältnis entleert werden. Die gesamte Sektmenge wird durch Filtration von der Hefe befreit und anschließend samt der Versanddosage in eine neue Flasche gefüllt, sowie mit Korken und Agraffe geschlossen. Der gesamte Herstellungsprozess darf 9 Monate aber nicht unterschreiten. DAS GROSSRAUMVERFAHREN Diese Methode ist die zügigste und günstigste und wird laut Wikipedia für ca. 90% der in Deutschland verkauften Sekte angewandt. Der Grundwein wird in einen großen Gärtank gepumpt und die Fülldosage zugesetzt. Die vorgeschriebene Gärdauer und der Hefekontakt betragen hier nur 60 Tage [bzw. unter Umrühren der Hefe durch ein Rührwerk sogar nur 30 Tage]. Anschließend erfolgen Filtration und Abfüllung in Sektflaschen wie beim Transvarsierverfahren. Die gesamte Herstellungszeit beträgt beim Großraumverfahren nur mindestens 6 Monate. Du entscheidest  Nun bist du im Bilde und kennst die Unterschiede von Sekt und Sekt :) Das Verwirrende ist nämlich: Alle auf diese Weisen hergestellten Schaumweine dürfen dieselbe Bezeichnung "Sekt" tragen. Aber du weißt ja nun: Ein Blick aufs Rückenetikett verschafft dir Klarheit. [Unser Wissen haben wir aus unseren Schulbüchern und von: https://de.wikipedia.org/wiki/Champagner#Flascheng%C3%A4rung; Stand:30.03.2023 https://de.wikipedia.org/wiki/Sekt#Begriff; Stand: 30.03.2023 https://www.deutscher-sektverband.de/lets-talk-about-sekt/herstellung/; Stand: 30.03.2023] [Bildnachweis: adobe stock]
Sektgeschmäcker / Sektherstellung · Schritt #3

Sektgeschmäcker / Sektherstellung · Schritt #3

SEKTHERSTELLUNG · TEIL 3 Sieben! So viele verschiedene Geschmacksrichtungen gibt es für Schaumweine [also Sekt, Champagner und Co]. Gesetzlich geregelt in einer EU-Verordnung und somit für alle europäischen Länder verbindlich und identisch. Wobei sie in jedem Land einen anderen Namen tragen. Dazu später mehr. Die Restsüße macht den Unterschied Die Einstufung in eine der sieben Geschmacksrichtungen erfolgt auf Basis der Restsüße, also des Zuckergehalts. Der Winzer/Sekthersteller entscheidet über die Versanddosage, welche Restsüße der fertige Sekt haben soll. [Näheres zur Versanddosage erfährst du in Teil 2 unserer Blog-Serie: Flaschen- vs. Tankgärung / Sektherstellung · Schritt #2] Auch beim Wein ist die Restsüße die Basis für die Geschmackseinstufung. Allerdings hat Wein nur vier Geschmacksrichtungen: trocken, halbtrocken, lieblich und süß. Soweit, so gut. Jetzt wird es allerdings etwas kompliziert. Achtung beim Sekt-Einkauf Wer nämlich auf Grund seines Weingeschmacks [z.B. trocken] auch beim Sekt zu dieser Geschmacksrichtung greift, wird leider unangenehm überrascht sein. Die Restsüße von trockenem Sekt unterscheidet sich nämlich enorm von trockenem Wein. Trockener Sekt weist viel mehr Restsüße auf und ist eher einem Wein mit der Geschmacksrichtung halbtrocken bis fast schon lieblich zuzuordnen. Daher aufgepasst beim Sekt-Einkauf. Sekt- vs. Weingeschmack Damit du deinen Geschmack in Zukunft nicht mehr verfehlst, schlüsseln wir dir hier die verschiedenen Geschmacksrichtungen von Sekt auf [in deutsch, französisch, italienisch]. Mit einem Hinweis zum vergleichbaren Weingeschmack. Es handelt sich dabei um unser persönliches Empfinden. Nutze unsere Anmerkungen gerne als Richtschnur. Von deinem ganz individuellen Geschmack können sie aber ein wenig abweichen. Die 7 Geschmacksrichtungen von Sekt naturherb / brut nature / dosaggio zero: Restsüße: unter 3 g/l, keine Dosage [Zugabe von Zucker] erlaubt! Weinvergleich: [staub] trocken extra herb / extra brut / extra bruto: Restsüße: 0 - 6 g/l Weinvergleich: [normal] trocken herb / brut / bruto: Restsüße: 0 - 12 g/l Weinvergleich: halbtrocken [an der unteren Grenze, also leicht über trocken] extra trocken / extra sec / extra secco: Restsüße: 12 - 17 g/l Weinvergleich: halbtrocken [mit gut spürbarer Restsüße] trocken / sec / secco oder asciutto): Restsüße: 17 - 32 g/l Weinvergleich: lieblich [an der unteren Grenze, also leicht über halbtrocken] halbtrocken / demi-sec / abboccato: Restsüße: 32 - 50 g/l Weinvergleich: lieblich bis süß [mit heftig viel Restsüße] mild / doux / dolce: Restsüße: über 50 g/l Weinvergleich: süß [ein Zucker-Bonbon] Ein weiterer Unterschied Sekt und Wein lässt sich genau genommen nicht 1 zu 1 vergleichen. Was Sekt von Wein nämlich maßgeblich unterscheidet ist die Kohlensäure, die Perlage [sprich: perlaaasch]. Sie sorgt für ein frisches und leicht herbes Mouthfeeling. Sein unverkennbares Aroma hat Sekt aber der Autolyse der Sekthefen zu verdanken. Diesen Vorgang erläutern wir dir in unserem Blog-Beitrag Flaschen- vs. Tankgärung / Sektherstellung · Schritt #2 Sekt-Trends Etwa 90 % aller Champagner werden in der Geschmacksrichtung brut hergestellt. Ein kleiner Trend zu weniger Restsüße bis hin zu brut nature ist allerdings bei kleineren Champagner-Winzern ab vom Mainstream erkennbar. In Deutschland liegen dagegen halbtrockene und trockene Sekte an der Spitze der jährlichen Verkäufe. Voraussetzung für naturherbe [= brut nature] bis herbe [= brut] Sekte sind hohe Qualitätsstandards. Sekte, die auf Grund ihrer Trauben- bzw. Grundweinqualität und der langen Reifung auf der Hefe über einen gehaltvollen Körper und eine schöne Balance von Frucht und Säure verfügen, benötigen keine bis wenig Zuckerbeigabe um geschmacklich zu überzeugen. Korken knallen Nun bist du rund um im Bilde, was die Herstellung und die Auswahl von Sekt angeht. Wir wünschen dir viel Vergnügen beim nächsten Sektgenuss. Ps. Einen Sekt mit lautem "Plopp" und überschäumender Flasche zu öffnen, gilt übrigens als wenig elegant. Durch Drehen des Korkens lässt sich die Sektflasche ebenfalls öffnen. Hörbar ist dabei nur ein "pfft" - der sogenannte Engelsfurz :) [Unser Wissen haben wir aus unseren Schulbüchern und von: https://www.champagner.world/wiki/geschmacksrichtungen; Stand: 04.04.2023 https://www.de.wikipedia.org/wiki/Sekt; Stand: 04.04.2023 https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/brandindex-welche-sektmarken-und-spirituosen-die-deutschen-am-liebsten-moegen/20925654.html; Stand: 06.04.2023 https://www.worldsoffood.de/specials/was-isst-deutschland/item/3856-top-10-das-markenranking-beim-sekt.html; Stand: 06.04.2023 https://www.chip.de/artikel/Der-beste-Sekt-Testsieger-der-Stiftung-Warentest_156320666.html; Stand: 06.04.2023] [Bildnachweis: adobe stock]
Piwis for future

Piwis for future

Pilzwiderstandsfähige Rebsorten Piwi - klingt nach einer exotischen Pflanze, oder? Ist aber auf heimischen Böden zu finden. Ihre Früchte werden meist in flüssiger Form konsumiert. Bei einem "Piwi" handelt es sich nämlich um eine Weinrebe, die gegen spezielle schadhafte Pilzarten zwar nicht komplett resistent, aber immerhin sehr widerstandsfähig ist. Daher die Abkürzung: Piwi = Pilzwiderstandsfähig. Trend oder zukunftsweisend? In Deutschland sind mittlerweile [Stand 2021] etwa 3.000 ha mit Piwis bestockt. Dies entspricht einem Anteil von rund 3% an der gesamten Rebfläche deutschlands. Tendenz: steigend! Auch wir im Weingut Vinçon-Zerrer sind Piwi-Fans und setzen verstärkt auf die neue Reben-Generation. Aktuell [2023] haben wir knapp 1,5 ha unserer etwa 12 ha bestockten Rebfläche mit Piwis bepflanzt. Tendenz: steigend! :) Warum sind Piwis attraktiv? Mit Pilzkrankheiten - wie dem Echten und Falschen Mehltau oder dem Grauschimmel - haben wir Weinbautreibende bzw. unsere Weinreben schon immer zu kämpfen. Durch den Schutz unserer Pflanzen mit speziellen chemischen [konventioneller Weinbau] oder biologischen [ökologischer Weinbau] Fungiziden und zusätzlichen rebenstärkenden Maßnahmen versuchen wir schon seit Jahrzehnten verschiedenen Pilzen, die unsere Reben schädigen möchten, zu Leibe zu Rücken. Die klimatischen Veränderungen jedoch verstärken den "Pilzdruck" enorm. Es ist mehr Pflanzenschutz notwendig, was zeit- und kostenintensiv ist und gleichzeitig der Natur nicht zuträglich. Vor allem im Bioweinbau ist daher ein Umdenken erkennbar. Jedes Jahr setzen mehr Winzer*innen auf die Weinreben mit Superkraft. Wir zählen ebenfalls dazu. Weinreben mit Superkraft Mit dem Umstieg auf Piwis können etwa 80% der bisherigen Pflanzenschutzmaßnahmen eingespart werden! Dadurch kommen Maschinen weniger zum Einsatz, Treibstoff wird eingespart, Böden und Nützlinge werden geschont. Rohstoffe für die Herstellung von Fungiziden können reduziert werden, ebenso verringern sich die Emissionen aus der Herstellung. Piwis haben somit viele Vorteile für das Klima, die Weinbautreibenden und für dich als umweltbewussten Konsumenten. Piwi-Vielfalt Mit der Züchtung von Piwis wurde bereits vor 150 Jahren in Frankreich begonnen. Damals wie heute werden dabei amerikanische Wildreben [die natürliche Resistenzen gegen Pilzkrankheiten aufweisen] mit traditionellen europäischen Reben gekreuzt. Etwa 20 Jahre dauert der Prozess der Züchtung von der ersten Kreuzung bis zur offiziellen Zulassung. Deutschland ist heute federführend, was die Piwi-Züchtung betrifft. Das Geheimnis der Piwi-Reben Die Strategien der Wildreben sind einfach, aber erfolgreich. Von Pilzen befallene Zellen lässt die Pflanze absterben, um deren Ausbreitung zu verhindern. Außerdem wachsen die Trauben viel lockerbeeriger, sodass die einzelnen Beeren besser belüftet werden und ein Anhaften von Pilzen schwieriger ist. Diese Anti-Pilz-Strategien konnten erfolgreich weitervererbt werden. Allround-Talent Neben der Pflanzenrobustheit weisen Piwis mittlerweile weitere Besonderheiten auf. Durch gezielte Selektionierung bei der Züchtung entstehen Weinreben, die z.B. später austreiben. Dadurch sinkt die Frostgefahr im Frühling. Das ist für uns Winzer*innen quasi wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. :) Rebsorten-Vielfalt Die Vielzahl an Piwi-Reben steigt ständig. Dennoch sind Piwis noch recht selten und meist unbekannt. Die Namen lassen manchmal auf die europäische Ursprungsrebe und die damit einhergehende Weinaromatik rückschließen [z.B. Sauvignac von Sauvignon Blanc, Muscaris von Muskateller], sind aber oftmals neue Wortschöpfungen. Mittelfristig werden Piwi-Weine sicherlich mehr und mehr an Bekanntheit gewinnen. Piwis bei Vinçon-Zerrer Im Weingut Vinçon-Zerrer achten wir bei der Auswahl neuer Piwis [neben den Pflanzenwuchs-Merkmalen und Standortbedingungen] vor allem auf eine passende Ergänzung zu unserem bisherigen Aromen-Repertoire. Im April [2023] haben wir daher auf einem halben Hektar etwa 2000 Reben "Satin Noir" gepflanzt - unseren ersten roten Piwi. Der europäische Züchtungspartner ist hier der Cabernet Sauvignon, welcher auch bei unseren Cabernet Dorsa und Cabernet Dorio bei der Züchtung beteiligt war. Beim Weißwein setzen wir auf Sauvignon Blanc und Rivaner ähnliche Reben, wie "Sauvignac" [Pflanzjahr 2021] und Helios [2015 + 2022]. Wir haben uns vor Jahren aber auch schon für den aromatischen weißen Piwi "Muscaris" [2017 + 2018] entschieden, der unsere Weißweincuvées bereichert. Win-Win-Win Wir können dir aus eigener, positiver Erfahrung Piwi-Weine sehr ans Herz legen. Aromatisch können sie locker mit den gängigen Rebsorten mithalten. Gleichzeitig kannst du mit dem Genuss von Piwi-Weinen zum Klima- und Umweltschutz beitragen. Win-Win-Win für dich als Konsumenten, uns als Winzer*in und unseren schönen Planeten. Quellen: https://piwi-international.org/ https://www.deutscheweine.de/wissen/weinbau-weinbereitung/neue-rebsorten-piwis/ https://www.landwirtschaft.de/landwirtschaft-verstehen/wie-arbeiten-foerster-und-pflanzenbauer/piwis-wein-der-zukunft/
Winzerhandwerk unter Druck

Winzerhandwerk unter Druck

Veränderungen in der Weinbranche Wenn wir morgens in unsere Weinberge rund um Großvillars hinausfahren, begleitet uns oft ein Moment der Stille. Der Blick schweift über die Reben – jene Reben, die seit Generationen unsere Heimat und unsere Identität prägen. In diese Stille mischt sich in jüngster Zeit ein leises, aber unüberhörbares Rauschen: Der Weinbau in Deutschland befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch.Vielleicht habt ihr es in den Nachrichten gelesen oder bei Spaziergängen durch die Region bemerkt: Überall im Land stehen Winzer vor existenziellen Fragen. Die wirtschaftliche Lage der Weinbranche ist so angespannt wie selten zuvor. Die Gründe für diesen Strukturwandel sind vielfältig und komplex. Seit einigen Jahren sehen wir uns mit massiv gestiegenen Kosten konfrontiert – ob für Flaschen, Korken, Energie oder die Bewirtschaftung unserer Flächen. Gleichzeitig verändert sich das Konsumverhalten: Viele Menschen gönnen sich seltener ein Glas Wein, und der Druck durch billige Importweine auf dem Markt wächst stetig. Das Ergebnis ist schmerzlich: Immer mehr Weinbaubetriebe müssen aufgeben, Flächen fallen brach, die jahrhundertealte Kulturlandschaft verändert sich. Trotz dieser stürmischen Zeiten halten wir an unserem Weg fest. Warum? Weil wir an den Wert von ehrlichem, ökologischem Weinbau glauben. Für uns ist Wein keine Industrieware, sondern ein Naturprodukt, das Zeit, Pflege und Respekt braucht. Unser Ziel ist es, euch Jahr für Jahr Weine einzuschenken, die ihre Herkunft und unsere kompromisslose Philosophie widerspiegeln. In Zeiten des Wandels wird uns eines besonders bewusst: Ein Weingut ist nur so stark wie die Gemeinschaft, die es trägt. Dass wir unser Handwerk weiterhin mit so viel Freude ausüben können, verdanken wir in erster Linie euch. Wir möchten uns von ganzem Herzen für eure Treue bedanken. Jede Flasche, die ihr bei uns im Hofladen kauft, jede Bestellung in unserem Onlineshop und jedes Glas, das wir gemeinsam bei einer Probe genießen, ist für uns ein Zeichen der Wertschätzung. Ihr unterstützt damit nicht nur unseren Betrieb, sondern auch den Erhalt unserer regionalen Weinkultur.  

Rezepte

Dreierlei selbstgemachte Fingerfood-Häppchen

Dreierlei selbstgemachte Fingerfood-Häppchen

Perfekter Partner: Secco Rotling halbtrockenUnser Secco Rotling halbtrocken ist pure Lebensfreude im Glas. Durch das feine Prickeln der Kohlensäure, gepaart mit der saftigen Beerenfrucht des Rotlings (die an frische Himbeeren und Erdbeeren erinnert) und einer animierenden, dezenten Restsüße, ist dieser Secco unglaublich unkompliziert und erfrischend.Als feine Begleitung zum prickelnden Secco Rotling sind selbstgemachte Fingerfood-Häppchen genial. Ich setze dabei gerne voll auf maximalen Biss und Knusper-Faktor, da ich klassischen, oftmals aufgeweichten Canapés nichts abgewinnen kann.Hier sind drei moderne, blitzschnelle Snack-Ideen, die perfekt mit der saftigen Beerenfrucht und dem Prickeln des Seccos harmonieren:1. Krosse Ziegenkäse-Filoteig-Zigarren mit Thymian-HonigFiloteig (oder Yufkateig) wird im Ofen unheimlich hauchdünn und extrem knusprig. Die Kombination aus salzigem Käse, krosser Textur und süßem Honig ist ein absolutes Traum-Match zur Restsüße des Rotlings.Zutaten 1 Packung Filoteig, 1 Rolle festerer Ziegenfrischkäse (oder Schafskäse), etwas flüssiger Honig, frischer Thymian, etwas geschmolzene Butter.ZubereitungDer Biss-FaktorDen Filoteig in Rechtecke schneiden, dünn mit geschmolzener Butter bestreichen. Ein langes Stück Käse an den Rand legen, mit Thymian und ein paar Tropfen Honig beträufeln. Eng wie eine Zigarre aufrollen. Die Enden gut verschließen.Das FinishBei 200 °C Umluft für ca. 8–10 Minuten backen, bis sie goldbraun und extrem krachend knusprig sind. Warm servieren. 2. Krosser Flammkuchen-Crunch mit Parmaschinken & RucolaStatt eines weichen Pizzabodens setzen wir hier auf ultradünnen Flammkuchenteig (selbstgemacht oder aus dem Kühlregal), der wie ein großer, krosser Cracker gebacken und dann in Stücke gebrochen wird.Zutaten1 Elsässer Flammkuchenteig (sehr dünn), 3 EL Crème fraîche (hauchdünn aufgestrichen), Salz, Pfeffer, 1 Packung krosser Parmaschinken, 1 Handvoll frischer Rucola.ZubereitungDer Biss-FaktorDen Teig pur mit der Crème fraîche bestreichen, salzen, pfeffern und bei maximaler Hitze (230 °C) im Ofen ca. 8–10 Minuten backen, bis der Rand richtig keksartig knusprig ist.Das FinishDen heißen, krossen Teig aus dem Ofen nehmen, sofort mit dem luftgetrockneten Schinken und knackigem Rucola belegen. In unregelmäßige Stücke brechen oder schneiden. Der Schinken wird durch die Resthitze leicht warm und sein Salz fängt die Frucht des Seccos genial auf.3. Vegetarische Knusper-Bruschetta mit Zucchini-Minz-SalatKlassische Tomaten-Bruschetta wird oft schnell matschig. Diese Variante bleibt durch das scharf angebratene, grüne Gemüse super knackig und bringt eine tolle Frische mit.Zutaten1 rustikales Baguette oder Ciabatta, Olivenöl, 1 feste Zucchini, Saft von ½ Zitrone, ein paar Blättchen frische Minze, gehobelter Parmesan.ZubereitungDer Biss-FaktorDas Brot in dicke Scheiben schneiden, mit Olivenöl beträufeln und in der Pfanne oder im Ofen von beiden Seiten kross rösten. Die Zucchini mit dem Sparschäler in dünne Streifen hobeln oder fein würfeln und in einer Pfanne mit Olivenöl nur 2 Minuten scharf anbraten, sodass sie heiß wird, aber absolut knackig bleibt.Das FinishDie Zucchini mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und fein gehackter Minze mischen. Auf den krossen Brotscheiben anrichten und mit festen Parmesanspänen bestreuen. Viel Freude beim Feiern und Genießen!
Feigen mit Ziegenkäse und Honig

Feigen mit Ziegenkäse und Honig

Perfekter Partner: Rosé Sekt brutUnser Rosé Sekt Brut ist eine faszinierende Wahl. Im Gegensatz zum knochentrockenen Extra Brut hat der Brut etwas mehr Schmelz und eine feinere, rote Fruchtkomponente (Erdbeere, Himbeere oder rote Johannisbeere). Diese Fruchtigkeit, gepaart mit der feinen Perlage, macht ihn vielseitiger als man denkt – er verträgt sowohl eine gewisse Würze als auch elegante, etwas "fleischigere" Vorspeisen.Hier ist ein schnelles Rezept, das die Balance zwischen Frucht und Würze perfekt trifft:Das "Süß-Salzige" Highlight: Feigen mit Ziegenkäse und Honig. Diese Kombination ist ein absoluter Klassiker zum Rosé Sekt. Die Süße der Feigen und des Honigs spiegelt die Frucht des Sekts wider, während der Ziegenkäse die nötige salzige Herbe liefert, um das Gesamtbild elegant zu halten.Feigen mit Ziegenkäse und HonigZutateneine Handvoll frische Feigeneine Packung Ziegenfrischkäse oder Camembertetwas Honigeinige WalnussstückeZubereitung1. Frische Feigen kreuzweise bis zur Hälfte einschneiden.2. Einen großzügigen Teelöffel Ziegenfrischkäse oder einen weichen Ziegen-Camembert in die Mitte geben.3. Kurz im Ofen (Grillfunktion, 200 °C) ca. 5 Minuten überbacken, bis der Käse leicht schmilzt.4. Direkt vor dem Servieren mit etwas flüssigem Honig beträufeln und ein paar geröstete Walnüsse darübergeben.Warum das passtDie "cremige" Textur des Ziegenkäses liebt die Kohlensäure des Sekts, und die feine Beerenaromatik des Rosé-Sekts hebt den Eigengeschmack der Feige wunderbar hervor.
Mini-Maultaschen-Spieße mit Honig-Senf-Dip

Mini-Maultaschen-Spieße mit Honig-Senf-Dip

Perfekter Partner: Riesling Sekt extra brut Der Riesling Sekt Extra Brut ist ein großartiger Aperitif-Begleiter! Er ist durch die Extra-Brut-Dosierung (sehr wenig Restsüße) herrlich trocken, messerscharf in der Säure und wunderbar mineralisch. Die Riesling-typische Frucht von grünem Apfel, Zitrus und vielleicht etwas Brioche vom Hefelager verlangt nach Speisen, die Salz, Frische oder eine leichte, elegante Fettnote mitbringen.Hier ist meine „schwäbisch-moderne“ Lieblingskombination, die den Sekt perfekt unterstreicht: Mini-Maultaschen-Spieße mit Honig-Senf-Dip. Maultaschen sind der Klassiker, aber als „Fingerfood“ in einer knusprigen Variante passen sie fantastisch zur animierenden Säure des Riesling-Sekts. Die leichte Fettnote der Maultaschen wird durch den Sekt „weggeputzt“. Mini-Maultaschen-Spieße mit Honig-Senf-Dip ZutatenKleine Maultaschen (oder normale Maultaschen, dann jedoch in Quadrate geschnitten) am liebsten selbstgemacht, wenn´s schnell gehen muss gerne auch gekauftPimientos de Padrón (grüne Pfefferpaprika) oder Tomätchen und Mozzarella-Kugeln für eine weniger würzige Alternative2 EL Crème fraîche1 TL mittelscharfen Senf 1 TL HonigZubereitung1. Maultaschen in etwas Butter in der Pfanne goldbraun anbraten.2. Pimientos de Padrón kurz in der Pfanne mitbraten, sodass sie noch bissfest bleiben3. beides abwechselnd auf kleine Holzspieße stecken4. Dipp: Verrühre Crème fraîche, Senf und Honig zu einer cremigen Mousse.Warum das passtDie herzhafte Füllung der Maultasche braucht die trockene Frische des Riesling-Sekts, um nicht zu „schwer“ zu wirken.
Gebratene Garnelen mit Chorizo-Öl und Fenchel-Apfel-Salat

Gebratene Garnelen mit Chorizo-Öl und Fenchel-Apfel-Salat

Perfekter Wein-Partner: Waldenso Nebbiolo Saignée restsüß | Grande ResérveUnser Nebbiolo Saignée ist ein spannender Wein. Die Saignée-Methode (frz. für „Aderlass“) bedeutet, dass ein Teil des Mostes nach kurzer Zeit von der Maische abgezogen wird, um die Konzentration des Rotweins zu erhöhen – das Ergebnis ist ein Rosé, der deutlich mehr Struktur, Farbe und Charakter besitzt als ein herkömmlicher Rosé.Der Nebbiolo-Saignée vereint die fruchtige Eleganz und Frische eines Rosés mit dem beachtlichen Gerbstoffrückgrat und der komplexen Säure der Nebbiolo-Traube. Er braucht daher Speisen, die weder zu leicht noch zu schwer sind, aber eine gewisse geschmackliche Intensität bieten.Wie wär´s mit gebratenen Garnelen mit Chorizo-Öl und Fenchel-Apfel-Salat? Der Saignée hat genug Kraft für das würzige Chorizo-Öl, während der knackige Fenchel-Apfel-Salat für den nötigen Kontrast und Frische sorgt.Gebratene Garnelen mit Chorizo-Öl und Fenchel-Apfel-Salat Zutaten• 8–10 große Garnelen (geschält und entdarmt)• 50 g Chorizo (sehr fein gewürfelt)• 1 Fenchelknolle (sehr fein gehobelt)• 1 säuerlicher Apfel (z. B. Granny Smith, in feine Stifte geschnitten)• Dressing: 2 EL Olivenöl, 1 EL Zitronensaft, etwas HonigZubereitung1. Chorizo-Öl: Die gewürfelte Chorizo in einer kleinen Pfanne langsam auslassen, bis das Öl knallrot ist und die Wurststücke knusprig sind. Beiseitestellen.2. Fenchel-Apfel-Salat: Fenchel und Apfel mit dem Dressing vermengen und 10 Minuten ziehen lassen.3. Garnelen: Die Garnelen in der gleichen Pfanne (mit etwas vom Chorizo-Öl) kurz scharf anbraten, bis sie rosa und gar sind.4. Anrichten: Den Salat auf Tellern verteilen, die Garnelen darauf platzieren und alles mit dem restlichen warmen Chorizo-Öl und den Wurststückchen beträufeln.WeingenussDie subtilen Tannine des Nebbiolo Saignée machen ihn zu einem der wenigen Roséweine, die nicht nur bei Vorspeisen glänzen, sondern auch eine Brücke zu kräftigeren Aromen wie bei der Chorizo schlagen können.
Tagliatelle mit Steinpilzen & Salbeibutter

Tagliatelle mit Steinpilzen & Salbeibutter

Perfekter Wein-Partner: Waldenso Nebbiolo trocken | Grande ResérveDer Nebbiolo ist ein Wein, der Struktur, eine prägnante Säure und feinkörnige Tannine mitbringt. Er verlangt nach einem Gericht, das diese Kraft "einfangen" kann.Am liebsten ist mir dazu eine typisch italienische Spezialität, die den Nebbiolo perfekt adelt: "Tajarin al Tartufo" in einer bodenständigen Variante mit Tagliatelle anstatt Tajarin und Steinpilzen anstatt Trüffel, weil man den auf die schnelle meist nicht zur Hand hat.Tajarin sind handgemachte Eiernudeln aus dem Piemont mit einem extrem hohen Eigelbanteil, was sie wunderbar seidig und reichhaltig macht. Sie sind der klassische Begleiter für Nebbiolo. Die bei uns erhältlichen Tagliatelle sind eine schöne Alternative.Tagliatelle mit Steinpilzen & SalbeibutterZutaten (für 2 Personen)Die Pasta200 g Eiernudeln (Tagliatelle)Die Soße / Das Topping200 g frische oder 30 g getrocknete Steinpilze3 EL gute Butter1 Knoblauchzehe (leicht angedrückt)1 Schalotte (sehr fein gewürfelt)6–8 frische SalbeiblätterZubereitungDie Nudeln kochenDie Eiernudeln in reichlich Salzwasser "al dente" kochen. Wichtig: Fange beim Abgießen eine Tasse des stärkehaltigen Nudelwassers auf! Die Pilz-Salbei-Basis1. In einer großen Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen.2. Schalotte, Knoblauch und (falls getrocknet verwendet) die eingeweichten, klein gehackten Steinpilze darin sanft anschwitzen.3. Die Salbeiblätter dazugeben und kurz mitbraten, bis sie leicht knusprig werden und ihr Aroma an die Butter abgeben. Knoblauchzehe entfernen.Das "Mantecare" (Die Verbindung)1. Die gekochten Nudeln direkt aus dem Wasser in die Pfanne zu den Pilzen geben.2. Einen Schuss Nudelwasser hinzufügen und alles bei hoher Hitze schwenken. Die Stärke im Wasser verbindet sich mit der Butter zu einer glänzenden Emulsion, die an den Nudeln haftet.3. Den Topf vom Herd nehmen und den Parmigiano Reggiano unterrühren.ServiertippAuf Tellern anrichten, noch ein paar frische Salbeiblätter als Dekoration darauf und dazu ein Glas Nebbiolo.Warum das harmoniertDer Nebbiolo hat eine hohe Säure und feine Tannine. Das Fett der Eiernudeln und der Butter im Gericht puffert die Tannine ab, während die erdige Note der Steinpilze perfekt mit den typischen "dunklen", fast etwas ledrigen Aromen des Nebbiolos spielt. Es ist eine Kombination, die im Piemont seit Generationen so gelebt wird.
Lammkarree in der Kräuterkruste mit Wurzelgemüse-Sticks

Lammkarree in der Kräuterkruste mit Wurzelgemüse-Sticks

Perfekter Wein-Partner: Gipskeuper Cabernet Cuvée trocken | TerroirweinDer Gipskeuper Cabernet ist ein kraftvoller, strukturierter Rotwein. Die Cabernet-Sorten bringen Noten von schwarzen Johannisbeeren, dunklen Kirschen und eine schöne Würze mit, die durch den Ausbau im Barrique eine angenehme Tanninstruktur erhält. Dazu passend brauchen wir ein Gericht, das die Kraft und das Tannin des Weins voll ausspielt. Die dunkle Frucht und die Struktur des Cabernet schreien förmlich nach einer kräftigen Kruste und einem dunklen Jus.Hier ist mein Vorschlag für eine „Fleisch-Variante mit Biss“: Rosa gebratenes Lammkarree unter einer Kräuter-Senf-Kruste, dazu konfierte Wurzelgemüse-Sticks. Die Lamm-Aromen harmonieren exzellent mit den würzigen Noten des Cabernet, und die Wurzelgemüse-Sticks bieten einen schönen „Biss“.Lammkarree in der Kräuterkruste mit Wurzelgemüse-SticksZutatenFür das Lamm1 Lammkarree (ca. 400–500 g)2 EL scharfer Senf (am liebsten ist mir Dijon)3 EL Semmelbrösel & 2 EL frische Kräuter (Rosmarin/Thymian)1 Knoblauchzehe (gepresst)Salz & PfefferFür die Beilage (Gemüse mit Biss)2 große Karotten & 2 Pastinaken1 Stange Sellerie2 EL Honig & etwas OlivenölSalz, Pfeffer & ein Zweig RosmarinZubereitungDas Gemüse mit Biss (Konfieren)1. Das Gemüse schälen und in ca. 1 cm dicke, ca. 5 cm lange Stifte schneiden. Diese Größe sorgt für den gewünschten Biss.2. In einer Auflaufform mit Olivenöl, Honig, Salz, Pfeffer und dem Rosmarinzweig vermengen.3. Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C (Umluft) für ca. 25–30 Minuten backen. Das Gemüse soll außen leicht karamellisiert sein, aber im Kern noch festen Biss („al dente“) haben.Das Lammkarree1. Das Lammkarree mit Salz und Pfeffer würzen. In einer heißen Pfanne von beiden Seiten scharf anbraten, bis es eine schöne Kruste hat (nicht durchgaren!).2. Herausnehmen, die Oberseite (die Fleischseite) großzügig mit Senf bestreichen.3. Die Mischung aus Semmelbröseln, gehackten Kräutern und Knoblauch auf dem Senf festdrücken.4. Das Lamm für ca. 10–12 Minuten bei 180 °C zum Gemüse in den Ofen geben, bis die Kruste knusprig ist und das Fleisch im Kern noch schön rosa ist. Servieren1. Das Lamm kurz ruhen lassen (wichtig, damit der Fleischsaft bleibt!).2. In Koteletts schneiden und auf dem Bett aus den konfierten Wurzelgemüse-Sticks anrichten. Dazu passt eine kräftige Rotweinreduktion (einfach etwas Cabernet Cuvée mit Kalbsfond einkochen).Warum das passtDas Lamm bringt die nötige Fettstruktur mit, um die Tannine des Cabernets „abzupuffern“, während die Kräuterkruste und das honig-karamellisierte Gemüse die würzigen und fruchtigen Noten des Weins perfekt aufgreifen.
Schwäbischer Zwiebelrostbraten mit Kässpätzle

Schwäbischer Zwiebelrostbraten mit Kässpätzle

Perfekter Wein-Partner: Schilfsandstein Lemberger trocken | TerroirweinDer Schilfsandstein Lemberger aus unserer Terroir-Kollektion ist ein absolutes Prachtexemplar. Der Schilfsandsteinboden verleiht dem Wein eine dichte, tiefgründige Struktur, während die Rebsorte mit Aromen von reifen Zwetschgen, Brombeeren, Gewürznelken und einer präsenten Tanninstruktur auftrumpft.Zu so einem charakterstarken, würzigen Lemberger gibt es im Schwabenländle eigentlich nur einen wahren König auf dem Teller: Schwäbischer Zwiebelrostbraten mit einer dicken, geschmolzenen Zwiebelsoße und (mein Geheimtipp) Kässpätzle.Das kurzgebratene, saftige Rindfleisch fängt die Tannine des Lembergers perfekt ein, und die tiefen Röstaromen der Zwiebeln harmonieren phänomenal mit den Nelken- und Zwetschgennoten des Weins.Schwäbischer Zwiebelrostbraten mit KässpätzleZutaten (für 2 Personen)Für das Fleisch & die Zwiebeln2 Rumpsteaks (je ca. 220 g)4 große Zwiebeln1 EL Tomatenmark150 ml Lemberger (zum Ablöschen)250 ml kräftiger RinderfondButter & ButterschmalzSalz, frisch gemahlener schwarzer PfefferFür die Kässpätzle250 g Spätzlemehl (oder Dunst/Weizenmehl)3 Eier (Größe M)ca. 100–125 ml lauwarmes Wasser1 TL Salz150 g würziger Bergkäse (gerieben)1 große Zwiebel (in Ringen, für die Kässpätzle)Zubereitung Die Zwiebelsoße ansetzen1. Drei der Zwiebeln in feine Ringe schneiden. In einer Pfanne 1 EL Butterschmalz erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze langsam ca. 15 Minuten tief braun und süßlich schmoren lassen.2. Das Tomatenmark dazugeben, kurz mitrösten und mit dem Lemberger ablöschen. Den Wein um die Hälfte einkochen lassen.3. Den Rinderfond dazugießen und die Soße ca. 10 Minuten leise köcheln lassen, bis sie leicht eindickt. Mit Salz und viel schwarzem Pfeffer abschmecken. Die Zwiebeln bleiben in der Soße! Die Kässpätzle zubereiten1. Für den Spätzlesteig Mehl, Eier, Salz und Wasser in einer Schüssel so lange mit einem Kochlöffel kräftig schlagen, bis der Teig Blasen wirft und zäh vom Löffel reißt. 10 Minuten ruhen lassen.2. In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Den Teig portionsweise vom Spätzlesbrett schaben (oder durch eine Spätzlespresse drücken). Sobald sie oben schwimmen, mit einem Schaumlöffel herausheben.3. Die Spätzle abwechselnd mit dem geriebenen Bergkäse in eine warme Form schichten. Die letzte Zwiebel in Ringen schneiden, in Butter goldbraun braten und über die Kässpätzle geben. Im Ofen bei 150°C warmhalten, bis der Käse komplett geschmolzen ist. Den Rostbraten zubereiten1. Das Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, trocken tupfen, leicht plattieren und den Fettrand einschneiden (damit es sich nicht wölbt). Erst kurz vor dem Braten kräftig salzen.2. Butterschmalz in einer gusseisernen Pfanne rauchig heiß erhitzen. Die Fleischscheiben von jeder Seite ca. 2–3 Minuten scharf anbraten (für ein schönes Medium-Ergebnis).3. Aus der Pfanne nehmen, in Alufolie wickeln und ca. 5 Minuten ruhen lassen. Erst jetzt mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen.AnrichtenDen Rostbraten auf den Teller legen, den Fleischsaft aus der Alufolie zur Zwiebelsoße geben und den Braten üppig mit den geschmälzten Zwiebeln und der Soße bedecken. Daneben eine große Portion der fädenziehenden Kässpätzle platzieren.Dazu der Schilfsandstein Lemberger im Glas – bodenständiger, schwäbischer und besser geht es einfach nicht! Lass es dir schmecken!
Klassische Rinderrouladen mit Apfel-Rotkohl

Klassische Rinderrouladen mit Apfel-Rotkohl

Perfekter Wein-Partner: Gipskeuper Spätburgunder trocken | TerroirweinDer Gipskeuperboden gibt dem Spätburgunder eine wunderbare Struktur, Tiefe und eine feine Würze. Typisch für diesen Wein sind Aromen von reifen roten Beeren (wie Kirsche, Himbeere und Brombeere), gepaart mit einer eleganten, animierenden Säure und samtigen Tanninen.Dazu passt ein deutsches Traditionsgericht, das die Frucht des Weins tanzen lässt, aber genug Kraft hat, um mit der Struktur des Spätburgunder mitzuhalten: Klassische Rinderrouladen nach Großmutters Art mit Apfel-Rotkohl und Spätzle.Die feine Säure im Rotkohl und die würzig-kräftige Soße der Rouladen sind ein absoluter Traum zu den Beerenaromen und der eleganten Struktur des Spätburgunders.Hier ist das Rezept für 2 Personen (mit 4 Rouladen, weil sie am nächsten Tag fast noch besser schmecken!)Klassische Rinderrouladen mit Apfel-RotkohlZutatenFür die Rouladen & Soße4 Rinderrouladen (aus der Oberschale)4 TL mittelscharfer Senf4 Scheiben durchwachsener Speck2 Gewürzgurken (in Streifen geschnitten)1 große Zwiebel (in Streifen)1 Bund Suppengrün (gewürfelt)1 EL Tomatenmark400 ml Rinderfond & 150 ml SpätburgunderFür den Apfel-Rotkohl1 kleiner Rotkohl (ca. 800 g, fein gehobelt)1 große Zwiebel (mit 2 Nelken und 1 Lorbeerblatt gespickt)2 säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop, gewürfelt)2 EL Schmalz (oder Butter)150 ml Spätburgunder2 EL Apfelessig & 1 EL WeingeleeSalz, eine Prise Zucker und ZimtZubereitungDie Rouladen wickeln und schmoren1. Die Rouladen flach auslegen, trocken tupfen, salzen und pfeffern. Jede Roulade mit 1 TL Senf bestreichen.2. Mit je einer Scheibe Speck, einigen Gurkenstreifen und Zwiebelstreifen belegen. Die Seiten leicht einschlagen und die Rouladen stramm aufrollen. Mit Küchengarn oder Rouladennadeln fixieren (zur Not tut’s auch ein Zahnstocher).3. In einem Bräter Butterschmalz stark erhitzen. Die Rouladen rundherum kräftig anbraten, herausnehmen.4. Im selben Fett das gewürfelte Suppengrün anrösten. Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten. Mit dem Spätburgunder ablöschen und fast vollständig einkochen lassen.5. Den Rinderfond dazugießen, die Rouladen wieder hineinsetzen und abgedeckt bei kleiner Hitze ca. 1,5 bis 2 Stunden sanft schmoren, bis das Fleisch butterzart ist. Den Apfel-Rotkohl zubereiten1. Während die Rouladen schmoren, das Schmalz in einem Topf erhitzen und die Apfelwürfel darin andünsten.2. Den gehobelten Rotkohl dazugeben, mit Apfelessig und dem Spätburgunder ablöschen.3. Die gespickte Zwiebel, Weingelee und eine Prise Zucker dazugeben. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze ca. 45–60 Minuten weich schmoren. Zum Schluss mit Salz und einer winzigen Prise Zimt abschmecken. Die Soße vollenden1. Die Rouladen aus dem Bräter nehmen und warm halten.2. Die Soße durch ein feines Sieb streichen (oder das Gemüse für eine dickere Soße fein pürieren). Bei Bedarf noch etwas einkochen lassen und mit einem Stück kalter Butter binden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.ServiertippRichte die Roulade mit reichlich der glänzenden Soße, dem warmen Apfel-Rotkohl und Spätzle (oder alternativ Salzkartoffeln) an.Öffne die zweite Flasche Gipskeuper Spätburgunder am besten schon eine halbe Stunde vor dem Essen, damit er atmen kann. (Die erste Flasche ist ja schon zur Hälfte beim Kochvorgang verwendet worden.) Das wird ein Festmahl!
Knusprige Kartoffel-Möhren-Puffer mit Ziegenkräuter-Dip

Knusprige Kartoffel-Möhren-Puffer mit Ziegenkräuter-Dip

Perfekter Wein-Partner: Gipskeuper Sauvignon Blanc trocken | TerroirweinHeute habe ich ein wunderbar bodenständiges, vegetarisches Wohlfühlgericht ausgewählt, das fantastisch zum Sauvignon Blanc passt: Knusprige Kartoffel-Möhren-Puffer mit frischem Ziegenfrischkäse-Kräuter-Dip.Die Süße der Möhren und die Röstaromen der knusprigen Puffer fangen die fruchtigen Noten des Weins toll auf. Der Clou ist hier aber der Dip: Der Ziegenfrischkäse bringt eine feine Säure und Würze mit, die perfekt mit der lebendigen Säure und Mineralität des Gipskeuper Sauvignon Blancs harmoniert.Knusprige Kartoffel-Möhren-Puffer mit Ziegenkräuter-DipZutaten (für 2 Personen)Für die Puffer400 g festkochende Kartoffeln200 g Möhren1 kleine Zwiebel (fein gerieben)1 Ei (Größe M)2 EL Speisestärke (oder Mehl)Salz, Pfeffer, frisch geriebene MuskatnussReichlich Butterschmalz oder Pflanzenöl zum Braten Für den Dip150 g Ziegenfrischkäse (mild)50 g Naturjoghurt oder Schmand1 Handvoll gemischte Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, etwas Dill)1 TL Zitronensaft & etwas AbriebSalz und frisch gemahlener schwarzer PfefferZubereitungDen Dip zubereiten1. Den Ziegenfrischkäse mit dem Joghurt oder Schmand glattrühren.2. Die Kräuter fein hacken und unter die Creme rühren.3. Mit Zitronensaft, Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer abschmecken. Bis zum Servieren kaltstellen, damit die Kräuter ihr Aroma entfalten können. Die Puffer-Masse vorbereiten1. Kartoffeln und Möhren schälen und auf einer Küchenreibe grob raspeln.2. Die Raspelmasse in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig ausdrücken, um so viel Flüssigkeit wie möglich zu entfernen (das ist das Geheimnis für richtig knusprige Puffer!).3. Die ausgedrückte Raspelmasse in eine Schüssel geben. Die geriebene Zwiebel, das Ei und die Speisestärke dazugeben.4. Kräftig mit Salz, Pfeffer und einer guten Prise Muskatnuss würzen und alles zügig vermengen. Ausbacken1. Reichlich Butterschmalz oder Öl in einer großen Pfanne erhitzen (die Puffer sollten leicht im Fett schwimmen).2. Pro Puffer ca. 2 EL der Masse in die Pfanne geben, flach drücken und bei mittlerer bis starker Hitze von jeder Seite ca. 4–5 Minuten goldbraun und knusprig braten.3. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.AnrichtenDie Puffer heiß auf den Tellern stapeln, einen großen Klecks des kühlen Ziegenkräuter-Dips darauf geben und mit ein paar frischen Kräutern garnieren. Dazu passt ein gutes, kräftiges Bauernbrot mit etwas gesalzener Butter.Ein herrlich ehrliches Gericht, das durch den frischen Sauvignon Blanc wunderbar elegant aufgewertet wird!
Gebratenes Zanderfilet auf Frühlings-Risotto

Gebratenes Zanderfilet auf Frühlings-Risotto

Perfekter Wein-Partner: Vom Löss Weißburgunder trocken | TerroirweinDer Vom Löss Weißburgunder ist ein elegant-cremiger Wein. Durch den Lössboden bringt er eine feine Mineralität, reife gelbe Fruchtaromen (wie Birne und Quitte) und eine angenehm milde Säure mit. Dazu passt ein Gericht hervorragend, das diese Cremigkeit aufgreift, den Wein aber nicht erschlägt. Mein absoluter Favorit dazu: Gebratenes Zanderfilet auf cremigem Spargel-Erbsen-Risotto. Hier ist ein Rezept, dass die feine Textur des Weißburgunders perfekt widerspiegelt. Die Süße der Erbsen und das Aroma des Spargels harmonieren genial mit der gelben Frucht des Weins. Gebratenes Zanderfilet auf Frühlings-RisottoZutaten (für 2 Personen)Für das Risotto150 g Risottoreis1 kleine Schalotte (fein gewürfelt)100 ml Weißburgunder (zum Ablöschen)ca. 500 ml heiße Gemüsebrühe150 g grüner Spargel (in Stücken)50 g feine Erbsen (TK)30 g Parmesan (frisch gerieben)1 EL Butter Für den Fisch2 Zanderfilets (mit Haut)1 EL Butter & 1 EL Olivenöl1 Zweig Thymian & 1 KnoblauchzeheSalz, Pfeffer, etwas Zitronensaft ZubereitungDas Risotto ansetzen1. Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalottenwürfel darin glasig dünsten.2. Den Risottoreis dazugeben und unter Rühren 1–2 Minuten mitbraten, bis die Körner leicht glänzen.3. Mit dem Weißburgunder ablöschen und den Wein unter Rühren vollständig einkochen lassen (das schnappt sich der Reis dankend!).4. Nach und nach die heiße Gemüsebrühe schöpflöffelweise dazugießen. Immer erst nachgießen, wenn der Reis die Flüssigkeit fast vollständig aufgenommen hat. Dabei regelmäßig rühren. Gesamtkochzeit: ca. 18–20 Minuten.Das Gemüse hinzufügen1. Nach etwa 10 Minuten Kochzeit die grünen Spargelstücke zum Risotto geben.2. 3 Minuten vor Ende der Garzeit die Erbsen unterrühren.3. Am Schluss den Topf vom Herd nehmen, den Parmesan und 1 EL kalte Butter unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit geschlossenem Deckel 2 Minuten ruhen lassen.Den Zander braten1. Während das Risotto die letzten Minuten gart, die Zanderfilets trocken tupfen, die Hautseite leicht einschneiden (damit sich der Fisch nicht wölbt) und salzen.2. Olivenöl in einer Pfanne stark erhitzen. Den Zander auf der Hautseite etwa 3–4 Minuten kross anbraten.3. Die Hitze reduzieren, den Fisch wenden, Butter, Thymian und die angedrückte Knoblauchzehe in die Pfanne geben. Den Fisch noch 1–2 Minuten in der schäumenden Butter gar ziehen lassen. Mit etwas Zitronensaft beträufeln.AnrichtenDas cremige Risotto auf flachen Tellern verteilen, das Zanderfilet mit der krossen Hautseite nach oben darauf platzieren und mit ein wenig der Thymian-Butter aus der Pfanne beträufeln.Ein absolut stimmiges Match! Guten Appetit und viel Spaß beim Genießen!
Knusper-Hähnchen auf knackigem Rucola-Kartoffelsalat

Knusper-Hähnchen auf knackigem Rucola-Kartoffelsalat

Perfekter Wein-Partner: Schilfsandstein Riesling trocken | Terroirwein Der Schilfsandstein-Riesling bringt eine feine, mineralische Frische mit, die perfekt mit der herzhaften Knusprigkeit des Hähnchens harmoniert und dessen Fett elegant ausbalanciert. Seine lebendige Säure greift gleichzeitig die herben, nussigen Noten des Rucolas auf, ohne den Kartoffelsalat zu dominieren. So entsteht ein wunderbar dynamisches Zusammenspiel aus knackiger Textur im Teller und erfrischender Tiefe im Glas. Knusper-Hähnchen auf knackigem Rucola-Kartoffelsalat Die Zutaten (für 2 Personen)• Fleisch: 1 erstklassiges Freilandhähnchen (oder 2 Keulen mit Haut)etwas Butter, Salz, edelsüßes Paprikapulver.• Salat mit Biss: 400 g festkochende Kartoffeln (z.B. Sieglinde)1 Handvoll frischer Rucola1 kleine rote Zwiebel• Der Crunch: 3 EL Kürbiskerne1 EL Kürbiskernöl• Dressing: 100 ml heiße Gemüsebrühe2 EL weißer Weinessig1 TL mittelscharfer SenfSalz, Pfeffer.Die Zubereitung1. Das Hähnchen (Perfekte Kruste)Das Hähnchen innen und außen salzen. Etwas weiche Butter mit Paprikapulver verrühren und die Haut damit einpinseln. Im Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 50–60 Minuten goldbraun und richtig kross braten. Das Fleisch bleibt saftig, während die Haut beim Anschneiden herrlich kracht.2. Der Kartoffelsalat mit Frische-BissDie Kartoffeln in der Schale kochen, pellen und noch warm in Scheiben oder Stücke schneiden. Mit der heißen Brühe, Essig, Senf, Salz, Pfeffer und fein gewürfelten roten Zwiebeln vermengen. Das Ganze ziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals mit Essig nachschmecken. Der Kniff: Den Rucola erst unmittelbar vor dem Servieren unterheben. So bleibt er knackig, behält seine Struktur und wird nicht labbrig.3. Das FinishDie Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften. Den Salat auf Tellern anrichten, mit den krossen Kürbiskernen bestreuen und mit ein paar Tropfen dunklem Kürbiskernöl beträufeln. Das zerteilte, knusprige Hähnchen dazu anrichten.
Schweinebauch mit Kräuterkruste & buntem Ofengemüse

Schweinebauch mit Kräuterkruste & buntem Ofengemüse

Perfekter Wein-Partner: Blaufränkisch Saignée restsüß | GutsweinDer Blaufränkisch Saignée ist ein extrem spannender Rosé mit ordentlich Tiefgang. Durch das Saignée-Verfahren (den „Aderlass“, bei dem der Saft ohne Pressung von der Rotweinmaische abgezogen wird) bringt er eine tolle Struktur, Saftigkeit von Erdbeeren und die typische würzige Kräuternote des Blaufränkisch mit.Weil dieser Wein durch seine Textur und leichte Restsüße ein wunderbares Gegengewicht zu kräftigen, würzigen und krossen Komponenten verträgt, passt dazu perfekt ein Gericht mit etwas Biss, Textur und aromatischer Tiefe.Ein absolutes Match ist hier ein knuspriger Schweinebauch mit Kräuter-Zitronen-Kruste auf Ofengemüse. Die Säure und Beerenfrucht des Saignée schneidet perfekt durch das Fett des Schweinebauchs, während die feine Würze hervorragend mit der Kruste harmoniert.Knuspriger Schweinebauch mit Kräuterkruste & buntem OfengemüseDie Zutaten (für 2 Personen)• Für den Schweinebauch:600 g Schweinebauch (mit schöner Fleisch-Fett-Schichtung, Schwarte rautenförmig eingeschnitten)1 EL grobes Meersalz1 TL Fenchelsamen (leicht angedrückt)Je 2 Zweige Thymian und Rosmarin (fein gehackt)Abrieb einer halben Bio-Zitrone• Für das Gemüse:300 g kleine Drillinge (Kartoffeln, halbiert)1 rote Paprika (in grobe Stücke geschnitten)1 kleine Fenchelknolle (in Streifen geschnitten)2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer Die Zubereitung1. Die Schwarte vorbereiten: Vorbereitung: 10 Min.Den Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Schweinebauch auf der Fleischseite mit den gehackten Kräutern, Fenchelsamen, Zitronenabrieb und etwas Pfeffer einreiben. Die Schwarte (Hautseite) komplett trocken tupfen und nur kräftig mit dem groben Meersalz einreiben.2. Sanft garen: Ofenzeit: ca. 75 Min.Das Fleisch mit der Schwartenseite nach oben auf ein Backblech setzen. Die halbierten Kartoffeln und das vorbereitete Gemüse ringsherum verteilen, mit Olivenöl beträufeln und salzen. Alles für etwa 70 bis 80 Minuten in den Ofen geben, bis das Fleisch butterweich ist.3. Die Kruste knusprig „poppen“ lassen: Ofenzeit: 10-15 Min.Den Ofen auf 230 °C Grillfunktion hochschalten. Das Blech im Auge behalten: Die Schwarte fängt nun an, Blasen zu werfen und extrem kross zu werden. Nach ca. 10 Minuten herausnehmen, sobald die Kruste perfekt goldbraun ist.4. Anrichten & Servieren: Finish: 5 Min.Den Schweinebauch vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen lassen. Dann in dicke Scheiben schneiden (man hört richtig den Crunch!) und zusammen mit dem aromatischen Ofengemüse auf flachen Tellern anrichten.Warum das so gut passtDas Fett des Schweinebauchs fungiert als Geschmacksträger, der die saftigen Erdbeer- und Beerenaromen des Blaufränkisch Saignée intensiviert. Der Fenchel und die Kräuterkruste greifen die feine, würzige Kräuternote des Weines auf, während der krosse Biss der Schwarte wunderbar mit der Struktur des Weins spielt.Guten Appetit und viel Freude beim Kochen und Genießen!
Winterliche Rinderstreifen auf krossem Rosenkohl-Walnuss-Gemüse

Winterliche Rinderstreifen auf krossem Rosenkohl-Walnuss-Gemüse

Perfekter Wein-Partner: Façon Rot trocken | CuvéeDie Façon Cuvée Rot trocken ist ein wunderbar strukturierter Rotwein mit einer tiefen, dunklen Beerenfrucht, samtigen Tanninen und einer feinen, eleganten Holzwürze. Dieser Wein verträgt im Winter ein Gericht mit richtig viel Charakter und Tiefgang.Da ich Rind mag und Rindfleisch phänomenal zu diesem kräftigen Rotwein passt, machen wir ein winterliches Highlight daraus: In Streifen geschnittenes, scharf angebratenes Rinderfilet (oder Rumpsteak) auf einem herrlich knackigen, winterlichen Rosenkohl-Pfannengemüse mit krossen Speck-Bites und gebräunten Walnüssen.Rosenkohl verliert hier komplett sein verstaubtes Image, weil wir ihn nicht kochen, sondern roh in feine Streifen schneiden und knackig anbraten.Rezept: Winterliche Rinderstreifen auf krossem Rosenkohl-Walnuss-GemüseDie Zutaten (für 2 Personen) • Für das Fleisch:400 g Rinderfilet oder Rumpsteak (in ca. 1,5 cm dicke Streifen geschnitten)1 EL Butterschmalz zum scharfen AnbratenMeersalzflocken, grob gemahlener schwarzer Pfeffer• Für das winterliche Crunch-Gemüse:400 g frischer Rosenkohl (fest und knackig)60 g Südtiroler Speck oder Bacon (in feine Streifen/Würfel geschnitten)1 kleine rote Zwiebel (in feine Streifen geschnitten)1 Handvoll Walnusskerne (grob gehackt)1 EL ButterEine Prise frisch geriebene Muskatnuss1 Spritzer frischer Zitronensaft (für die Frische) Die Zubereitung 1. Den Rosenkohl in Textur bringen: Vorbereitung: 15 Min.Vom Rosenkohl die äußeren Blättchen und den harten Strunk entfernen. Die Röschen nun mit einem scharfen Messer (oder auf dem Gemüsehobel) in feine Streifen schneiden. So verhält er sich in der Pfanne wie ein knackiger Wintersalat und behält perfekt seinen Biss.2. Speck & Nüsse knusprig rösten: Pfannenzeit: 5 Min.Eine große Pfanne ohne Fett erhitzen. Die Speckstreifen darin bei mittlerer Hitze kross auslassen, bis sie richtig knusprig sind. In den letzten 2 Minuten die gehackten Walnüssedazugeben und mitrösten, bis sie duften. Alles aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.3. Das Rosenkohl-Gemüse pfannenrühren: Pfannenzeit: 5-6 Min.Die Butter in dieselbe Pfanne geben (das restliche Speckfett gibt extra Geschmack). Die Zwiebelstreifen und die Rosenkohl-Streifen dazugeben. Bei mittlerer bis hoher Hitze unter ständigem Rühren ca. 5 Minuten braten. Der Rosenkohl soll leicht bräunen und heiß werden, aber unbedingt noch grün und absolut knackig sein. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Muskat und einem winzigen Spritzer Zitronensaft abschmecken. Die Speck-Walnuss-Mischung unterheben und warm halten.4. Die Rinderstreifen scharf flashen: Pfannenzeit: 3 Min.Eine zweite, schwere Pfanne (am besten Gusseisen) glühend heiß werden lassen. Das Butterschmalz hineingeben. Die Rinderstreifen trocken tupfen und in der heißen Pfanne für maximal 1,5 bis 2 Minuten scharf anbraten. Sie sollen sofort kräftige Röstaromen annehmen, im Kern aber noch wunderbar saftig und rosa bleiben. Aus der Pfanne nehmen, kurz 1 Minute auf einem Brett ruhen lassen und mit Meersalzflocken und Pfeffer würzen.5. Das AnrichtenDas knackige, winterliche Rosenkohl-Gemüse mit den krossen Speck- und Nusskomponenten flach auf den Tellern verteilen. Die saftigen, heißen Rinderstreifen dekorativ darauf anrichten und den ausgetretenen Fleischsaft vom Brett darüber träufeln.Warum das so gut passtDas Rindfleisch mit seinen Röstaromen ist der klassische Sparringspartner für die Struktur der roten Façon Cuvée. Die winterliche Herbe des knackigen Rosenkohls und die erdigen Walnüsse fangen die dichte, dunkle Beerenfrucht des Weins grandios auf. Da der Speck und die Nüsse für einen permanenten Knusper-Effekt sorgen, wirkt das gesamte Gericht unheimlich lebendig und macht direkt Lust auf den nächsten Schluck Rotwein.Viel Freude beim Genießen!
Grill-Spargelsalat mit Halloumi & Knoblauch-Crunch

Grill-Spargelsalat mit Halloumi & Knoblauch-Crunch

Perfekter Wein-Partner: Façon Rosé trocken | Cuvée Die Façon Cuvée Rosé trocken ist ein wunderbar animierender, frischer Rosé mit einer klaren, knackigen Beerenfrucht (wie Himbeere und rote Johannisbeere) und einer feinen, lebendigen Säurestruktur. Er ist unkompliziert, bringt aber genug Grip und Saftigkeit mit, um kulinarisch richtig zu glänzen. Ich kombiniere ihn gerne mit vegetarischen Gerichten mit Biss und Textur, daher lassen wir weiche Gemüsearten weg und setzen auf Röststoffe und Knack. Ein absolut geniales Match zu diesem Rosé ist ein lauwarm gegrillter grüner Spargelsalat mit kross gebratenen Halloumi-Würfeln (Grillkäse) und krossen Knoblauch-Croûtons. Der Halloumi behält beim Braten seinen legendären, festen „Quietsch-Biss“ und entwickelt herrliche Röstaromen, während der grüne Spargel knackig-frisch bleibt. Knackiger Grill-Spargelsalat mit krossem Halloumi & Knoblauch-Crunch Die Zutaten (für 2 Personen)• Für den Salat & Biss: 500 g grüner Spargel (fest und knackig)250 g Halloumi-Käse (in ca. 1,5 cm große Würfel geschnitten)1 EL Olivenöl zum Bestreichen• Für das frische Dressing:3 EL Olivenöl1,5 EL weißer Balsamico-Essig (oder Himbeeressig, falls vorhanden)1 TL mittelscharfer Senf1 TL flüssiger HonigSalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer• Für den extra Knusper-Crunch:2 Scheiben rustikales Landbrot oder Sauerteigbrot (in kleine Würfel geschnitten)1 Knoblauchzehe (fein gehackt)1 EL Butter oder Olivenöl zum Anbraten2 EL geröstete KürbiskerneDie Zubereitung1. Croûtons & Kürbiskerne knusprig rösten: Vorbereitung: 10 Min.Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten, bis sie duften und leicht knallen. Herausnehmen. In derselben Pfanne 1 EL Butter oder Öl erhitzen, die Brotwürfel und den gehackten Knoblauch dazugeben. Bei mittlerer Hitze rundherum goldbraun und maximal kross anbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.2. Spargel vorbereiten & Dressing mixen: Vorbereitung: 5 Min.Vom grünen Spargel nur die holzigen Enden (das untere Drittel) abschneiden. Schälen ist meist nicht nötig. Die Stangen dritteln. Für das Dressing alle Zutaten (Olivenöl, Essig, Senf, Honig, Salz, Pfeffer) in einer kleinen Schüssel kräftig verquirlen, bis eine homogene Emulsion entsteht.3. Spargel knackig anbraten: Pfannenzeit: 5 Min.Eine Grillpfanne (oder eine normale schwere Pfanne) stark erhitzen und dünn mit Olivenöl auspinseln. Die Spargelstücke hineingeben und bei hoher Hitze unter Wenden ca. 4–5 Minuten scharf anbraten. Er soll schöne Grillstreifen bekommen, im Kern aber unbedingt noch grün, frisch und knackig sein. Aus der Pfanne nehmen und direkt mit der Hälfte des Dressings marinieren.4. Halloumi kross braten: Pfannenzeit: 4 Min.Die Pfanne kurz auswischen, erneut erhitzen und die Halloumi-Würfel ohne zusätzliches Fett hineingeben. Von allen Seiten ca. 1–2 Minuten scharf anbraten, bis sie eine goldbraune Kruste haben. Der Käse wird dadurch außen kross und innen wunderbar warm und fest im Biss. 5. Das AnrichtenDen noch lauwarmen, knackigen Spargel auf flachen Tellern oder einer Platte anrichten. Die krossen, heißen Halloumi-Würfel großzügig darüber verteilen. Das restliche Dressing über den Käse träufeln und das Ganze mit den knusprigen Knoblauch-Croûtons und den gerösteten Kürbiskernen bestreuen.Warum das so gut passtGrüner Spargel hat oft feine, dezent grasige Noten, die hervorragend mit der Frische eines trockenen Rosé harmonieren. Der Halloumi bringt die nötige Salzigkeit und herzhafte Röstaromen mit, welche die saftige Himbeerfrucht der Façon Cuvée Rosé regelrecht explodieren lassen. Der intensive Knusper der Croûtons und Kürbiskerne liefert genau den modernen, lebendigen Biss, den man sich zu diesem Wein wünscht.Wohl bekomm's!
Rinderfilet auf knackigem Rucola-Salat mit Parmesan-Biss & Knusper-Focaccia

Rinderfilet auf knackigem Rucola-Salat mit Parmesan-Biss & Knusper-Focaccia

Perfekter Wein-Partner: Façon Weiß trocken | Cuvée Die Façon Cuvée Weiß trocken ist – wie der Name schon sagt – nach eigener Art des Hauses mit viel Bedacht aus charakterstarken, weißen Rebsorten komponiert. Hier haben wir es mit einem knackigen, erfrischenden und wunderbar strukturierten, trockenen Weißwein zu tun. Er bringt eine lebendige Frische, feine mineralische Noten und eine klare, animierende Frucht mit.Weil ich Rindfleisch liebe, brechen wir hier bewusst mit der klassischen „Weißwein nur zu Fisch“-Regel. Ein eleganter, strukturierter und spritziger Weißwein wie die Façon Cuvée passt nämlich sensationell zu helleren, zarten Rindfleisch-Schnitten mit frischen Aromen.Ein absolutes Traum-Match mit tollem Biss: Zarte Rinderfilet-Streifen „Tagliata-Style“ auf knackigem Rucola mit gehobeltem Parmesan, Pinienkernen und krossen, selbstgemachten Ofen-Focaccia-Schnittchen.Rinderfilet „Tagliata“ auf knackigem Rucola-Salat mit Parmesan-Biss & Knusper-FocacciaDie Zutaten (für 2 Personen)• Für das Fleisch: 350-400 g Rinderfilet (am Stück oder dicke Steaks)1 EL Olivenölgrobes Meersalz (z.B. Fleur de Sel)frisch gemahlener schwarzer Pfeffer• Für den knackigen Salat: 150 g Rucola (wilde Rauke, gut gewaschen und trocken geschleudert)40 g Parmesan oder Grana Padano (am Stück, mit dem Sparschäler in grobe, feste Späne gehobelt)3 EL Pinienkerne• Für das frische, spritzige Dressing: 3 EL feines Olivenöl1,5 EL frischer Zitronensafteine kleine Prise Salz1 TL flüssiger Honig (zum Abrunden)• Für die knusprige Beilage: 4 dicke Scheiben frische Focaccia oder Ciabatta1 Knoblauchzeheetwas Olivenöl zum Bestreichen Die Zubereitung1. Pinienkerne rösten & Brot vorbereiten: Vorbereitung: 5 Min.Die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten, bis sie duften. Sofort herausnehmen und abkühlen lassen (sie bringen den perfekten, nussigen Biss). Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (oder Grillfunktion) vorheizen.2. Focaccia-Schnitten kross backen: Ofenzeit: ca. 6-8 Min.Die Focaccia- oder Ciabatta-Scheiben dünn mit Olivenöl bestreichen. Auf ein Backblech legen und im Ofen kross und goldbraun rösten. Sobald sie heiß und knusprig herauskommen, die Oberseite leicht mit einer halbierten Knoblauchzehe abreiben – das gibt ein dezentes, tolles Aroma.3. Rinderfilet scharf anbraten: Pfannenzeit: 6 Min.Eine schwere Pfanne extrem stark erhitzen. Das Fleisch trocken tupfen und dünn mit Olivenöl einreiben. In der glühend heißen Pfanne von jeder Seite ca. 2–3 Minuten scharf anbraten, sodass sich eine schöne Kruste bildet, das Fleisch innen aber noch perfekt rosa und supersaftig bleibt. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Brett locker in Alufolie gewickelt 5 Minuten ruhen lassen.4. Salat finishen & tranchieren: Anrichten: 5 Min.Das Olivenöl mit dem Zitronensaft, Salz und Honig kräftig zu einem hellen Dressing verquirlen. Den knackigen Rucola auf einer großen, flachen Platte auslegen und mit dem spritzigen Dressing beträufeln. Das Rinderfilet mit einem sehr scharfen Messer in dünne Tranchen aufschneiden.5. Das FinishDie saftigen Rinderfilet-Tranchen auf dem Rucola-Bett verteilen. Das Fleisch erst jetzt mit dem groben Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Die gehobelten, festen Parmesanspäne und die gerösteten Pinienkerne großzügig darüberstreuen. Die krossen, warmen Knusper-Brote daneben stecken.Warum das so gut passtDas Rinderfilet ist herrlich zart und wird durch die frische Zitronen-Komponente im Dressing wunderbar leicht. Der Rucola bringt eine knackige Struktur und eine feine Bitternote mit, die phänomenal mit der lebendigen Säure und Struktur der trockenen weißen Façon Cuvée harmoniert. Der herzhafte Biss des gehobelten Parmesans und die krossen Brot-Schnitten geben dem Gaumen genau die Textur, die den Wein elegant und unkompliziert begleitet.Lass’ es dir schmecken!
Rumpsteak auf Beluga-Linsengemüse & Rosmarin-Spalten

Rumpsteak auf Beluga-Linsengemüse & Rosmarin-Spalten

Perfekter Wein-Partner: Cédille Rot trocken | CuvéeDie Cédille Cuvée Rot ist ein wunderbar charaktervoller, harmonischer und unkomplizierter Rotwein für den gehobenen Genuss. Dominiert von klassischen Rebsorten der Region, bringt sie eine saftige dunkle Beerenfrucht (wie Brombeere und Herzkirsche), eine samtige Tanninstruktur und eine feine, dezent holzwürzige Note mit.Für ein perfektes Match suchen wir ein Gericht, das kräftige Röstaromen, eine samtige Sauce und eine tolle Textur mitbringt, ohne den Wein zu erschlagen. Wir kombinieren Rindfleisch mit knackigem, warmem Pfannengemüse und knusprigen Spalten, die dem Cédille Rot genau das richtige Paroli bieten.Ein geniales Match: Rosa gegrilltes Rumpsteak (in Tranchen) auf lauwarmem, knackigem Balsamico-Linsengemüse, serviert mit krossen, im Ofen gebackenen Rosmarin-Kartoffelspalten.Rumpsteak auf lauwarmem Beluga-Linsengemüse & Rosmarin-SpaltenDie Zutaten (für 2 Personen)• Für das Fleisch: 2 Rumpsteaks (à ca. 200–250 g, gut marmoriert)1 EL Pflanzenöl zum Anbratengrobes Meersalfrisch gemahlener schwarzer Pfeffer• Für die knusprigen Spalten: 400 g festkochende Kartoffeln (mit Schale, gewaschen und in Spalten geschnitten)2 EL Olivenöl2 Zweige frischer Rosmaringrobes Salz• Für das knackige Linsengemüse: 120 g Beluga-Linsen1 kleine rote Paprika (in feine Würfel)3 Frühlingszwiebeln (in feine Ringe)2 EL Olivenöl2 EL guter, alter Balsamico-EssigSalz, Pfeffer und eine Prise ZuckerDie Zubereitung1. Kartoffelspalten knusprig backen: Backzeit: 25-30 Min.Den Ofen auf 200 °C Umluft vorheizen. Die Kartoffelspalten in einer Schüssel mit Olivenöl, grobem Salz und den gezupften Rosmarinnadeln mischen. Auf einem Backblech verteilen (die Spalten sollten sich nicht überlagern) und ca. 25–30 Minuten goldbraun und kross backen.2. Beluga-Linsen bissfest garen: Kochzeit: 25 Min.Parallel die Beluga-Linsen in ungesalzenem Wasser nach Packungsanleitung ca. 25-30 Minuten gar kochen. Sie sollten unbedingt noch „Al dente“ sein und Kern haben. Anschließend abgießen. 3. Das Linsengemüse finishen: Pfannenzeit: 3 Min.In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen. Die Paprikawürfel darin 2 Minuten scharf anbraten, sodass sie heiß werden, aber knackig bleiben. Die warmen Linsen und die Frühlingszwiebeln dazugeben. Mit dem Balsamico-Essig ablöschen, restliches Olivenöl unterrühren und mit Salz, Pfeffer und einer kräftigen Prise Zucker pikant-säuerlich abschmecken. Warm beiseitestellen. 4. Die Rumpsteaks braten: Pfannenzeit: 6 Min.Eine schwere Pfanne sehr stark erhitzen. Die Steaks trocken tupfen, dünn mit Pflanzenöl einreiben und in die heiße Pfanne legen. Von jeder Seite ca. 2–3 Minuten (je nach Dicke) scharf anbraten, bis sich eine tolle Kruste bildet. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Brett abgedeckt 5 Minuten ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft verteilt. 5. Das AnrichtenDas lauwarme, glänzende Linsengemüse mittig auf den flachen Tellern anrichten. Die Rumpsteaks mit einem scharfen Messer in Tranchen aufschneiden, leicht fächerförmig auf dem Linsenbett platzieren und erst jetzt mit grobem Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. Die knusprigen Rosmarin-Kartoffelspalten dekorativ daneben anrichten.Warum das so gut passtDas Rindfleisch liefert die klassischen Röstaromen, die sich hervorragend mit der Frucht und Würze der roten Cédille vertragen. Die Beluga-Linsen bringen durch ihre feste Schale einen fantastischen, kernigen Biss mit, während der Balsamico-Essig im Gemüse die feine Säurestruktur des Weins wunderbar aufgreift und das Gericht unglaublich saftig wirken lässt. Zusammen mit den krossen Kartoffeln ist das purer Genuss.Lass’ es dir schmecken!
Mango-Garnelen-Pfanne mit buntem Crunch-Gemüse

Mango-Garnelen-Pfanne mit buntem Crunch-Gemüse

Perfekter Wein-Partner: Cédille Weiß halbtrocken | CuvéeDie Cédille Cuvée Weiß halbtrocken ist ein spannender, ausdrucksstarker Wein. Durch die Rebsorten-Komposition aus Kerner, Muscaris und Gewürztraminer bringt sie eine betörende Aromatik mit: Reife Mango, Maracuja und feine Muskatwürze treffen auf den eleganten Duft von Rosenblättern, Litschi und saftigem Pfirsich.Mit ihrer feinen Restsüße und dem herrlich cremigen Mundgefühl ist diese Cuvée der geborene Partner für Gerichte, die mit leichter Schärfe, aromatischen Kräutern und fruchtigen Komponenten spielen. Die Süße des Weins fängt die Schärfe perfekt auf, während die exotischen Fruchtnoten im Wein gespiegelt werden.Ein echtes Traum-Match, das sowohl Textur und „Biss“ mitbringt als auch die Aromenwelt des Weins feiert, ist eine pikante Mango-Garnelen-Pfanne mit knackigen Zuckerschoten und frischem Koriander.Pikante Mango-Garnelen-Pfanne mit buntem Crunch-GemüseDie Zutaten (für 2 Personen)• Für die Garnelen & Basis: 300 g Riesengarnelen (geschält und entdarmt, roh)1 reife, aber noch feste Mango (in feine Würfel geschnitten)1 rote Chilischote (fein gehackt – je nach Schärfewunsch mit oder ohne Kerne)1 Daumengroßes Stück Ingwer (fein gerieben)2 Knoblauchzehen (fein gehackt)2 EL Kokosöl oder Erdnussöl zum Anbraten• Für das Gemüse (für den perfekten Biss): 150 g Zuckerschoten (ganz belassen)1 kleine rote Paprika (in dünne Streifen geschnitten)3 Frühlingszwiebeln (in feine Ringe geschnitten)• Für die Sauce & das Finish: 150 ml cremige Kokosmilch1–2 EL helle Sojasauce, Saft von einer halben Limette1 Handvoll frischer Koriander (grob gehackt)• Zum Servieren: Jasminreis Die Zubereitung1. Vorbereitung: 10 Min.Garnelen trocken tupfen. Gemüse und Mango schneiden, sodass beim Braten alles griffbereit ist. Jasminreis nach Packungsanleitung aufsetzen.2. Garnelen scharf anbraten: 3 Min.Das Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok stark erhitzen. Die Garnelen darin von jeder Seite ca. 1–1,5 Minuten scharf anbraten, bis sie gerade so rosa werden. Aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen (sie garen später in der Sauce fertig).3. Aromen & Gemüse in die Pfanne: 4 Min.Die Hitze leicht reduzieren. Knoblauch, Ingwer und Chili im verbliebenen Bratöl für 30 Sekunden anschwitzen, bis es herrlich duftet. Paprikastreifen und Zuckerschoten dazugeben und unter Rühren 2–3 Minuten braten, sodass sie heiß werden, aber absolut knackig bleiben.4. Ablöschen & Finishen: 3 Min.Die Kokosmilch und die Sojasauce hineingießen. Die Mangowürfel und die Frühlingszwiebeln dazugeben. Alles einmal kurz aufwallen lassen. Die Garnelen wieder hineingeben und 1 Minute in der heißen Sauce ziehen lassen.5. Anrichten: 2 Min.Die Pfanne vom Herd nehmen, mit dem frischen Limettensaft abschmecken und den gehackten Koriander unterheben. Zusammen mit dem duftenden Jasminreis in tiefen Tellern anrichten.Warum das so gut passtDie exotische Frucht der Mango greift die intensiven Maracuja- und Mango-Noten des Weines auf. Die feine Schärfe von Chili und Ingwer wird durch die Restsüße der Cédille Cuvée wunderbar abgemildert, während das cremige Mundgefühl des Weins fantastisch mit der Kokosmilch harmoniert. Gleichzeitig sorgen die Zuckerschoten für den nötigen, frischen Crunch am Gaumen.Einfach nur lecker!
Forelle "Müllerin Art"

Forelle "Müllerin Art"

Perfekter Wein-Partner: Helios feinherb | PIWIFür den Helios, eine spannende PIWI-Rebsorte, die an Müller-Thurgau und Kerner erinnert, suchen wir etwas Klassisches, das seine feine Frucht und milde Säure unterstreicht. Helios zeichnet sich durch Aromen von reifem Apfel, Birne und einer dezenten blumigen Note aus.Um diesen charmanten, unkomplizierten Charakter zu begleiten, passt ein Klassiker der süddeutschen bzw. alpinen Küche hervorragend: Forelle "Müllerin Art" mit Petersilienkartoffeln und gebräunter Zitronenbutter.Forelle "Müllerin Art"Die Zutaten (für 2 Personen)• Fisch: 2 frische Forellen (küchenfertig), Salz, Pfeffer, Mehl zum Wenden.• Beilage: 400 g festkochende Kartoffeln, ein Bund frische glatte Petersilie, Salz.• Sauce: 60 g Butter, Saft einer halben Zitrone, Zitronenscheiben zur Deko.Die Zubereitung1. Die KartoffelnKartoffeln schälen, halbieren und in Salzwasser gar kochen. Abgießen und kurz ausdampfen lassen. In einer Pfanne mit einem Klecks Butter und der fein gehackten Petersilie schwenken.2. Die ForelleDie Forellen innen und außen waschen, trocken tupfen, salzen und pfeffern. Erst kurz vor dem Braten in Mehl wenden und überschüssiges Mehl gut abklopfen. In einer großen Pfanne mit reichlich Butter (oder einer Mischung aus Öl und Butter) bei mittlerer Hitze von beiden Seiten ca. 5–7 Minuten goldbraun und knusprig braten.3. Das FinishDie Forellen aus der Pfanne nehmen. Die restliche Butter in der Pfanne leicht bräunen lassen (Nussbutter), den Zitronensaft unterrühren und die schäumende Butter über den Fisch gießen.Warum das passt• Die milde, elegante Frucht des Helios harmoniert perfekt mit dem feinen Eigengeschmack der Forelle.• Die Zitronenbutter greift die Frische des Weins auf, ohne ihn mit zu viel Säure zu überlagern.• Ein ehrliches, klassisches Fischgericht ist der ideale Partner für diesen klaren, rebsortentypischen PIWI.Guten Appetit!
Zitronengras-Hähnchen auf Glasnudelsalat

Zitronengras-Hähnchen auf Glasnudelsalat

Perfekter Wein-Partner: Sauvignac trocken | PIWI Der Sauvignac ist eine spannende PIWI-Rebsorte (pilzwiderstandsfähig), die genetisch mit dem Sauvignon Blanc verwandt ist, aber etwas mehr Körper und exotischere Noten wie Aprikose und Limette mitbringt. Er ist lebendig, frisch und hat eine animierende Säure.Um diese Exotik und die frische Struktur zu betonen, passt ein Gericht mit asiatischem Touch und einer feinen Schärfe hervorragend. Mein Vorschlag: Zitronengras-Hähnchen-Spieße auf Glasnudelsalat mit Erdnuss-Limetten-Dressing.Zitronengras-Hähnchen auf GlasnudelsalatDie Zutaten (für 2 Personen)• Fleisch: 2 Hähnchenbrustfilets, 1 Stange Zitronengras (fein gehackt), 1 EL Sojasauce, 1 TL Honig.• Salat: 100 g Glasnudeln, 1 rote Paprika, 1/2 Gurke, frischer Koriander oder Minze.• Dressing: Saft einer Limette, 1 EL Erdnussmus, 1 EL Fischsauce (oder Sojasauce), eine kleine Prise Chiliflocken.Die Zubereitung1. Die MarinadeDas Hähnchen in schmale Streifen schneiden. Aus dem fein gehackten Zitronengras, Sojasauce und Honig eine Marinade rühren. Das Fleisch darin mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend wellenförmig auf Holzspieße stecken. Braucht etwas Übung. Also nicht verzagen, wenn’s nicht auf Anhieb funktioniert.2. Der GlasnudelsalatGlasnudeln nach Packungsanweisung mit kochendem Wasser übergießen und kurz ziehen lassen. Kalt abschrecken. Paprika und Gurke in sehr feine Streifen schneiden. Für das Dressing alle Zutaten glatt rühren (eventuell einen Schluck heißes Wasser zugeben, falls das Erdnussmus zu fest ist). Nudeln und Gemüse mit dem Dressing vermengen.3. Die Spieße bratenIn einer Pfanne mit wenig Öl die Hähnchenspieße bei mittlerer Hitze von beiden Seiten ca. 3–4 Minuten goldbraun braten. Das Zitronengras sollte duften, aber nicht verbrennen.Warum das passt• Die exotischen Fruchtnoten des Sauvignacs harmonieren fantastisch mit dem Zitronengras und der Limette.• Die lebendige Säure des Weins schneidet förmlich durch die Cremigkeit des Erdnuss-Dressings.• Sowohl der Wein als auch der Salat sind auf maximale Erfrischung ausgelegt – ein perfektes Sommergericht.Viel Freude beim Nachkommen und dem erfrischenden Genuss!
Geschmorte Ochsenbäckchen mit Spätzle

Geschmorte Ochsenbäckchen mit Spätzle

Perfekter Wein-Partner: Lemberger trocken | GutsweinFür unseren Lemberger trocken Gutswein brauchen wir etwas Kräftiges. Der Lemberger (auch als Blaufränkisch bekannt) ist der Stolz Württembergs. Er besticht durch seine markante Struktur, eine feine Tanninherbe und Aromen, die von dunklen Waldbeeren bis hin zu Pfeffernoten reichen.Für mich gibt es kaum eine bessere Paarung als diesen Klassiker der schwäbischen Küche, der genug „Wumms“ hat, um mit der Würze des Lembergers mitzuhalten: Geschmorte Ochsenbäckchen in Lemberger-Sauce mit handgeschabten Spätzle.Geschmorte Ochsenbäckchen mit SpätzleDie Zutaten (für 2-3 Personen)• Fleisch: 2-3 Ochsenbäckchen (ca. 600-800 g), Wurzelgemüse (Karotte, Sellerie, Lauch), 1 EL Tomatenmark.• Flüssigkeit: 500 ml Rinderfond, 300 ml Lemberger, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Piment.• Spätzle: 300 g Mehl (Spätzlemehl), 3 Eier, ein Schuss Sprudelwasser, Prise Salz.• Finish: Ein Klecks Preiselbeeren.Die Zubereitung1. Das SchmorenDie Ochsenbäckchen parieren, salzen und in einem Bräter scharf anbraten. Fleisch herausnehmen, das gewürfelte Wurzelgemüse darin dunkel rösten. Tomatenmark kurz mitrösten, dann mit dem Lemberger ablöschen und einkochen lassen. Mit Fond auffüllen, Gewürze und Fleisch hinzugeben. Bei kleiner Hitze ca. 3 Stunden schmoren, bis das Fleisch butterweich ist.2. Die SauceDas Fleisch herausnehmen und warmstellen. Die Sauce durch ein Sieb passieren und stark einköcheln lassen, bis sie eine glänzende, sämige Konsistenz hat. Eventuell mit einer eiskalten Butterflocke binden.3. Die SpätzleMehl, Eier, Salz und Wasser zu einem zähen Teig schlagen, bis er Blasen wirft. Den Teig vom Brett direkt in siedendes Salzwasser schaben. Wenn sie oben schwimmen, kurz abschrecken und in etwas Butter schwenken.Warum das passt• Die intensiven Röstaromen des Schmorgerichts brauchen einen Wein mit Rückgrat und Gerbstoffen wie den Lemberger.• Die typische Pfeffernote des Weins verbindet sich hervorragend mit den klassischen Schmorgewürzen von Wacholder und Piment.• Lemberger und Ochsenbäckchen sind das "Power-Duo" der württembergischen Küche.Mein TippDa wir für die Sauce schon fast die Hälfte des Lembergers benötigen, öffne dir gerne rechtzeitig eine Zweite und lass’ den Wein noch eine gute Weile atmen.
Kalbsfilet mit Kirsch-Jus und Steinpilz-Polenta

Kalbsfilet mit Kirsch-Jus und Steinpilz-Polenta

Perfekter Wein-Partner: Spätburgunder trocken | Gutswein Dieser Spätburgunder besticht durch seine Finesse, seidige Tannine und Aromen von roten Früchten wie Kirsche, Himbeere oder Walderdbeere. Er ist nicht fett oder schwer, sondern lebt von seiner Struktur und Eleganz.Hierzu passt ein Gericht, das ebenfalls elegant ist, die Kirschfrucht aufgreift und mit feinen Röstaromen sowie einer erdigen Note spielt: Rosa gebratenes Kalbsfilet mit Kirsch-Balsamico-Jus auf cremiger Steinpilz-Polenta.Kalbsfilet mit Kirsch-Jus und Steinpilz-PolentaDie Zutaten (für 2 Personen)• Fleisch: 300–400 g Kalbsfilet am Stück, Meersalz, Pfeffer.• Polenta: 80 g Blitz-Polenta, 300 ml Gemüsefond, 1 EL Butter, 20 g Parmesan (gerieben), 10 g getrocknete Steinpilze.• Sauce: 1 Schalotte, 150 ml kräftiger Kalbsfond, 100 ml Spätburgunder (zum Kochen), 2 EL Kirschkonfitüre (wenig gesüßt), 1 EL Balsamico-Essig, ein kleiner Zweig Rosmarin.Die Zubereitung 1. Die Steinpilz-PolentaDie getrockneten Steinpilze für ca. 20 Minuten in etwas heißem Wasser einweichen. Anschließend ausdrücken (das Wasser nicht wegwerfen!), fein hacken und in etwas Butter anschwitzen. Den Gemüsefond und einen Teil des Pilzwassers aufkochen, die Polenta einrieseln lassen und nach Packungsanleitung quellen lassen. Zum Schluss Butter und Parmesan unterrühren. 2. Das KalbsfiletDas Filet salzen. In einer Pfanne mit Öl von allen Seiten scharf anbraten. Danach bei geringer Hitze in der Pfanne (oder im Ofen bei ca. 120 °C) gar ziehen lassen, bis eine Kerntemperatur von etwa 55–57 °C erreicht ist (für rosa). Vor dem Aufschneiden 5 Minuten ruhen lassen. 3. Die Kirsch-Balsamico-JusDie fein gewürfelte Schalotte im Bratensatz des Fleisches glasig dünsten. Mit Rotwein ablöschen und auf die Hälfte einköcheln. Kalbsfond, Kirschkonfitüre, Balsamico und Rosmarin hinzufügen. Die Sauce ca. 10 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie leicht bindet. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Rosmarin entfernen. Warum das passt• Kalb ist feiner als Rind und übertönt den Spätburgunder nicht.• Die Sauerkirsch-Note der Jus harmoniert perfekt mit den typischen Fruchtaromen des Spätburgunders.• Die Steinpilze in der Polenta geben dem Gericht eine erdige Komponente, die den Wein wunderbar erdet. Viel Freude beim Nachkochen! Schreib mir gerne, wie dir dieses Gericht gefallen hat.
Ente auf Wurzelpüree mit Brombeer-Jus

Ente auf Wurzelpüree mit Brombeer-Jus

Perfekter Wein-Partner: Saint Laurent trocken | Gutswein Der Saint Laurent ist eine wunderbare Rebsorte – oft als der "würzige Bruder" des Spätburgunders bezeichnet. Er besticht durch Aromen von dunklen Waldbeeren (Brombeere, Holunder), einer feinen Wildkirsche und oft einer dezenten Kräuterwürze sowie samtigen Tanninen.Für diesen Wein brauchen wir ein Gericht, das die Beerenfrucht aufgreift und mit erdigen oder leicht wilden Noten harmoniert. Mein Vorschlag: Rosa gebratenes Entenbrustfilet mit Brombeer-Reduktion und Sellerie-Pastinaken-Püree.Ente auf Wurzelpüree mit Brombeer-JusDie Zutaten (für 2 Personen)• Fleisch: 2 Entenbrustfilets, Salz, Pfeffer.• Püree: 200 g Knollensellerie, 200 g Pastinaken, 50 ml Sahne, ein Stück Butter, Muskatnuss.• Sauce: 100 g frische Brombeeren, 1 Schalotte, 150 ml kräftiger Rotfond (oder etwas Saint Laurent), 1 EL Honig, ein Zweig Thymian. Die Zubereitung 1. Das erdige PüreeSellerie und Pastinaken schälen, würfeln und in Salzwasser weich kochen. Abgießen und mit Butter, Sahne und Muskatnuss zu einem feinen Püree stampfen oder mixen. Die Süße der Pastinake fängt die Würze des Weins toll auf. 2. Die EntenbrustDie Haut der Entenbrust rautenförmig einschneiden (nicht ins Fleisch schneiden!). In einer kalten Pfanne auf der Hautseite langsam erhitzen, damit das Fett austritt und die Haut knusprig wird (ca. 5–7 Minuten). Wenden und auf der Fleischseite ca. 3–4 Minuten fertig braten, bis sie innen noch schön rosa ist. In Alufolie gewickelt ruhen lassen. 3. Die Brombeer-ReduktionSchalottenwürfel im Entenfett glasig dünsten. Mit Honig leicht karamellisieren, die Brombeeren und den Thymian zugeben. Mit Rotwein oder Fond ablöschen und auf die Hälfte einköcheln lassen. Die Beeren leicht andrücken und die Sauce eventuell durch ein Sieb streichen. Warum das passt• Die Brombeeren in der Sauce spiegeln die typische dunkle Beerencharakteristik des Saint Laurent wider.• Das zarte Entenfleisch und die samtigen Gerbstoffe des Weins ergänzen sich, ohne dass einer den anderen dominiert.• Sellerie und Pastinaken harmonieren mit der dezenten Würze, die diese Rebsorte oft mitbringt. Lasst es euch schmecken!
Garnelen auf Erbsen-Minz-Risotto

Garnelen auf Erbsen-Minz-Risotto

Perfekter Wein-Partner: Sauvignon Blanc trocken | Gutswein Für den Sauvignon Blanc trocken Gutswein brauchen wir ein Gericht, das mit der explosiven Aromatik dieses Weins mithalten kann. Der Sauvignon Blanc bringt Noten von Stachelbeere, frisch geschnittenem Gras, etwas exotik und eine sehr lebendige, fast "grüne" Frische mit. Um diese Aromen zu untermalen, empfehle ich ein Gericht mit frischen Kräutern, Ziegenkäse und einer leichten Meeresbrise: Gebratene Garnelen auf einem Erbsen-Minz-Risotto mit Ziegenkäse-Crumble. Garnelen auf Erbsen-Minz-Risotto Die Zutaten (für 2 Personen)• Meeresfrüchte: 6–8 große Garnelen (geschält und entdarmt), Knoblauch, Olivenöl.• Risotto: 150 g Risottoreis, 500 ml heißer Gemüsefond, 1 Schalotte, 100 ml Sauvignon Blanc (zum Ablöschen), 150 g Erbsen (TK oder frisch).• Das "Grüne": Eine Handvoll frische Minze, Saft und Abrieb einer Bio-Limette.• Topping: 50 g milder Ziegenfrischkäse oder Ziegenweichkäse, Fleur de Sel. Die Zubereitung 1. Das Erbsen-Minz-PüreeDie Hälfte der Erbsen mit der frischen Minze und einem Schluck Fond fein pürieren. Das gibt dem Risotto später die leuchtend grüne Farbe und den extra Frischekick. 2. Das RisottoSchalotten in Olivenöl glasig dünsten, Reis hinzufügen und mitrösten, bis er glänzt. Mit dem Sauvignon Blanc ablöschen. Den heißen Fond nach und nach unter ständigem Rühren hinzugeben. Nach etwa 15 Minuten die restlichen ganzen Erbsen und das Erbsen-Minz-Püree unterrühren. Zum Schluss mit Limettenabrieb, Salz und einem Löffel Butter verfeinern. 3. Die GarnelenWährend das Risotto ruht, die Garnelen in einer heißen Pfanne mit Olivenöl und einer zerdrückten Knoblauchzehe von beiden Seiten ca. 2 Minuten scharf anbraten. Mit Limettensaft ablöschen. 4. AnrichtenDas Risotto auf tiefen Tellern verteilen, die Garnelen daraufsetzen und den Ziegenkäse in kleinen Flocken darüber bröseln. Warum das passt• Aromen-Spiegel: Die Minze und die Erbsen greifen die "grünen", pflanzlichen Noten des Sauvignon Blanc perfekt auf.• Frische-Kick: Die Limette korrespondiert mit der spritzigen Säure des Weins.• Kontrast: Der cremige Ziegenkäse bietet einen wunderbaren Kontrast zur Mineralität des Weins, ohne ihn zu dominieren.
Salbei-Hähnchen mit Haselnuss & Polenta

Salbei-Hähnchen mit Haselnuss & Polenta

Perfekter Wein-Partner: Weißburgunder trocken | Gutswein Der Weißburgunder punktet mit einer cremigen Textur, dezenterer Säure und nussigen bis floralen Nuancen. Hierzu passt hervorragend ein Gericht mit moderater Cremigkeit und feinen Röstaromen. Mein Vorschlag: Gebratene Hähnchenbrust in einer Salbei-Haselnuss-Butter auf cremigem Polenta-Bett.Salbei-Hähnchen mit Haselnuss & PolentaDie Zutaten (für 2 Personen)• Fleisch: 2 Hähnchenbrüste (gerne mit Haut für mehr Aroma), Salz, Pfeffer.• Polenta: 100 g Maisgrieß, 400 ml Geflügelfond (oder Milch-Wasser-Gemisch), 30 g geriebener Parmesan, ein Schuss Sahne.• Sauce: 60 g Butter, eine Handvoll frische Salbeiblätter, 2 EL gehobelte Haselnüsse (geröstet), ein Spritzer Zitrone.Die Zubereitung 1. Die cremige PolentaDen Geflügelfond aufkochen und die Polenta unter Rühren einrieseln lassen. Bei kleinster Hitze ca. 10–15 Minuten quellen lassen (gelegentlich rühren). Am Ende Sahne und Parmesan unterrühren, bis die Polenta herrlich schlotzig ist. Mit Salz und einer Prise Pfeffer abschmecken. 2. Das HähnchenHähnchenbrust salzen. In einer Pfanne mit etwas Öl zuerst auf der Hautseite ca. 5–6 Minuten knusprig braten. Wenden und weitere 4–5 Minuten fertig garen, bis das Fleisch durch, aber noch saftig ist. Aus der Pfanne nehmen und kurz ruhen lassen. 3. Die Salbei-Haselnuss-ButterDas Bratfett aus der Pfanne wischen und die Butter darin schmelzen, bis sie leicht braun wird (Nussbutter-Aroma). Salbeiblätter und Haselnüsse hinzugeben, bis der Salbei knusprig wird. Mit einem winzigen Spritzer Zitrone abrunden. Warum das passt• Nussigkeit: Die Röstaromen der Haselnüsse und der Nussbutter greifen die typischen Schmelz- und Nussnoten des Weißburgunders auf.• Textur: Die cremige Polenta schmeichelt dem runden Körper des Weins, ohne ihn durch zu viel Säure (wie beim Riesling) zu dominieren.• Kräuter-Akzent: Der Salbei gibt eine würzige Tiefe, die wunderbar mit der dezenten Frucht des Burgunders harmoniert. Probier's einfach aus.
Zander auf Rahmkohlrabi & Zitronenbutter

Zander auf Rahmkohlrabi & Zitronenbutter

Perfekter Wein-Partner: Riesling trocken | Gutswein Der trockene Riesling Gutswein zeichnet sich durch eine knackige Säure, feine Mineralität und Aromen von grünem Apfel, Zitrusfrüchten und einer Spur Weinbergpfirsich aus.Um diese Frische zu begleiten, brauchen wir ein Gericht, das Fett und Säure balanciert, ohne den Wein zu erschlagen. Mein Favorit hierfür ist ein Zanderfilet auf Rahmkohlrabi mit Zitronen-Dill-Butter. Die leichte Süße des Kohlrabis und die Säure der Zitrone spielen perfekt mit dem Riesling zusammen. Zander auf Rahmkohlrabi & ZitronenbutterDie Zutaten (für 2 Personen)• Fisch: 2 Zanderfilets (mit Haut), Salz, etwas Mehl für die Hautseite.• Gemüse: 2 mittelgroße Kohlrabi, 100 ml Sahne, 50 ml Gemüsefond, Muskatnuss.• Sauce: 50 g kalte Butter, Saft einer halben Zitrone, frischer Dill. Die Zubereitung1. Der RahmkohlrabiKohlrabi schälen und in feine Stifte schneiden. In einem Topf mit etwas Butter kurz anschwitzen. Mit dem Gemüsefond ablöschen und ca. 5–8 Minuten köcheln lassen, bis sie bissfest sind. Die Sahne hinzugeben und einköcheln lassen, bis die Konsistenz cremig wird. Mit Salz, Pfeffer und einer kräftigen Prise Muskatnuss abschmecken.2. Das ZanderfiletDie Hautseite des Zanders trocken tupfen, leicht salzen und in Mehl wenden (das macht sie extra knusprig). In einer Pfanne mit Öl zuerst auf der Hautseite bei mittlerer bis hoher Hitze ca. 3–4 Minuten braten, bis sie goldbraun ist. Den Fisch wenden, die Pfanne vom Herd nehmen und das Filet in der Resthitze gar ziehen lassen.3. Die Zitronen-Dill-ButterIn einer kleinen Kasserolle die Butter schmelzen und leicht aufschäumen lassen. Den Zitronensaft und den fein gehackten Dill einrühren. Nicht mehr kochen!Warum das passt• Säure-Match: Die Zitrone im Fisch spiegelt die lebendige Säure des Rieslings wider.• Gegengewicht: Die Sahne im Kohlrabi mildert die Säure des Weins am Gaumen ab und macht das Ganze harmonisch.• Struktur: Der Zander ist ein eleganter, eher magerer Fisch, der die feine Struktur eines Gutsweins nicht überfordert.Ein kleiner Tipp: Achte darauf, den Riesling gut gekühlt bei etwa 8–10 °C zu servieren. Guten Appetit!