DAS WEINJAHR

vom Rebschnitt bis zur Wein-Abfüllung


Das Leben als Winzer bedeutet vor allem: Arbeit in der Natur, Arbeit an der Weinrebe, Arbeit mit dem Ziel Qualität zu schaffen. Der Kreislauf der Natur sorgt dabei jedes Jahr aufs Neue für Struktur und Rhythmus in unserem Arbeitsalltag. Langeweile kommt dennoch niemals auf, denn das Wetter hält immer Überraschungen bereit.



Begleiten Sie das Weingut Vinçon-Zerrer durch das Weinjahr
und erfahren Sie, wie daraus ein toller Biowein-Jahrgang entsteht.

  • Rebschnitt

    Das Weinjahr beginnt für uns mit Handschuhen, warmer Kleidung und einer Rebschere. Bei Schnee und Kälte stehen wir in den Weinbergen und schneiden unsere Reben. Mit geschultem Auge wird jeder Rebstock individuell in Form gebracht. Die alten Ruten des vergangenen Weinjahres werden entfernt, nur das neue Fruchtholz verbleibt an der Rebe. Mit dieser Selektion setzen wir bereits das Fundament für die Qualität der kommenden Ernte. ...
  • Humusbildung

    Die abgeschnittenen Ruten werden aus den Drähten gezogen und in die Rebzeilen gelegt. Sobald der Boden wieder trocken und damit befahrbar ist, werden die Ruten maschinell zerkleinert und so dem Boden zur Humusbildung zurück gegeben. Die Weinrebe kann die Nährstoffe daraus über Jahre wieder aufnehmen. ...
  • Biegen

    Nach dem Rebschnitt werden die Ruten von Hand gebogen und am Draht fixiert. Mit den ersten wärmeren Tagen im Frühjahr erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf. Das Leben kehrt in die Reben zurück.
  • Laubarbeit

    Im Frühling beginnen die Knospen zu wachsen. Von April bis Juli verbringen wir fast jeden Tag von morgens bis abends im Weinberg.

    Zuerst entfernen wir von Hand an jedem Rebstock die überzähligen Triebe, denn die Rebe benötigt eine lockere und luftige Laubwand um gesund zu bleiben. Sonne und Regen führen dazu, dass die Triebe wachsen, an manchen Tagen bis zu 10 cm. Wir bringen Ordnung in das wilde Wachstum, indem wir die Triebe in den Drahtrahmen streifen und festbinden. Werden sie zu lange, fahren wir mit Traktor und ...
  • Kurz vor der Ernte

    Laubschneider durch jede Reihe und kürzen die Triebe. Wir nennen das Gipfeln.

    Bis kurz vor der Ernte streifen, binden und gipfeln wir wieder und wieder. Die heranwachsenden Trauben benötigen schließlich Platz, frische Luft und Licht, um gesund zu bleiben und gleichmäßig reifen zu können. ...
  • Ausgiebig Sonne tanken

    Wo es die Natur zu gut gemeint hat, regulieren wir den Ertrag. Noch vor Beginn der Reife werden überzählige Trauben ganz entfernt oder große Trauben halbiert. Dadurch können die verbleibenden Trauben bis zur herannahenden Ernte noch mal ausgiebig Sonne tanken und Zucker speichern.
  • Weinlese

    Der große Tag ist gekommen, wir können die Früchte unserer Arbeit ernten. Mit Eimer und Rebschere ausgestattet machen wir uns gemeinsam mit unserer fröhlichen Lesemannschaft auf in die Weinberge. Wir schneiden die Trauben ausschließlich von Hand, denn nur so kann zwischen gesunden oder faulen und reifen oder unreifen Trauben unterschieden werden. Direkt nach der Ernte transportieren wir die Trauben zum Weingut und verarbeiten sie im Kelterhaus sofort weiter. ...
  • welcher Weinberg

    Jeden Tag aufs Neue entscheiden wir, welcher Weinberg heute geerntet wird. Das Wetter spielt dabei eine große Rolle. Ist es zu warm und nass müssen wir schnell reagieren, um unsere Trauben vor der Fäulnis zu bewahren. ...
  • ins Faß

    Scheint dagegen die Sonne kräftig und sind die Nächte angenehm kühl bekommen unsere Trauben noch mal eine gehörige Portion Zucker und Extrakt ab. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Auf diese Weise arbeiten wir etwa drei bis vier Wochen, von früh morgens bis spät in die Nacht. Es ist eine sehr mühevolle Zeit, doch spätestens wenn wir den jungen Wein aus dem Fass probieren, wissen wir, dass sie sich gelohnt hat.
  • Gärung

    Die Gärung ist das Kernstück bei der Weinbereitung - aus Traubensaft wird Wein. Der im Saft enthaltene natürliche Fruchtzucker wird durch Hefen zu Alkohol umgewandelt. Das dauert je nach Weinsorte und Temperatur etwa ein bis drei Wochen, kann sich jedoch auch mehrere Monate hinziehen, zum Beispiel bei der Beerenauslese. Die Gärung soll langsam verlaufen, um auch noch die feinsten Fruchtaromen im Traubensaft zu bewahren. Durch Kühlung der Gärbehälter können wir den Gärverlauf positiv beeinflussen. ...
  • auf der Maische

    Die Mehrzahl unserer Rotweine lassen wir auf der Maische gären. Die Weine bekommen durch den intensiven Kontakt von Saft und Beeren eine kräftigere Struktur. ...
  • über Tage und Wochen

    Die Maischegärung kann sich über Tage und Wochen hinziehen. In dieser Zeit vermengen wir die Maische mehrmals täglich schonend von Hand und können so die Extraktion von Farbe und Gerbstoffen aus den Beerenschalen optimieren.
  • Neuer Wein

    Es ist für uns ein großer Moment, wenn der Saft der ausgepressten Trauben in die Presswanne fließt. Erstmals ist „Wein“ sichtbar. Jetzt gibt es auch endlich wieder den Federweißen, in unserer Region auch Neuer Wein genannt. ...
  • schonend gepresst

    Weißweintrauben und die Trauben für Roséweine werden sofort nach der Ernte in die Presse gefüllt und schonend gepresst. Man spricht dabei auch von der Ganztraubenpressung. Bevor rote Trauben gepresst werden können, sind mehrere Arbeitsschritte notwendig. Zuerst entfernen wir maschinell die Traubenbeeren vom Stielgerüst, da sonst die Bitterstoffe der Stiele in den Wein gelangen würden. ...
  • und eingemaischt

    Nun werden die Beeren eingemaischt, also die Beeren gequetscht, dabei feste und flüssige Bestandteile der Trauben gemischt. Da die Rotweinfarbe in den Beerenschalen eingelagert ist, lösen wir vor der Pressung noch die Farbstoffe heraus. Dies geschieht durch Erwärmen der Maische oder bei der Maischegärung. Nun kann die Presse befüllt werden. ...
  • zu Traubentrester

    Zurück bleibt der Traubentrester. Er wird gesammelt und den Weinbergen später zur Humusbildung zurück gegeben. Ganz besonders aromatische Trester verarbeiten wir zu hochprozentigem Tresterbrand.

Vinifikation

„Gut Ding braucht Weile.“ Dieses Sprichwort gilt auch beim Wein. Nach der Gärung sinken die Hefen langsam zu Boden, der Wein klärt sich nach und nach. Durch Sedimentation und Filtration sondern wir die Trubstoffe heraus.

Im Edelstahltank oder großen Eichenholzfass erhalten die Weine nun ihren Feinschliff. Ausgesuchte Rotweine reifen bei uns in kleinen Holzfässern, so genannten Barriques. Bis zur Abfüllung vergehen noch Monate oder sogar Jahre. Zeit, in der sich die Weine ständig weiterentwickeln. Zeit, in welcher der Kellermeister mit Leidenschaft bei der Sache ist und sein ganzes Können unter Beweis stellt.
  • Wein in Flaschen füllen

    Endlich ist es soweit und wir können den Wein in Flaschen füllen. Nun halten wir bald in Händen, für was wir all die Monate hart gearbeitet haben. Zuvor probieren wir ausgiebig und kritisch unsere Weine, die zu diesem Zeitpunkt noch im Weinkeller ruhen und legen fest, welche von ihnen abgefüllt werden. ...
  • und etikettieren

    Am Abfülltag geht’s früh los. Abfüllung ist Fließbandarbeit. Neue Flaschen werden auf das Band gestellt und durchlaufen die Maschine im Eiltempo. Dabei werden sie sterilisiert, befüllt und verschlossen. Am Ende des Bandes werden die Flaschen in die bereit stehenden Boxen sortiert und ins Flaschenlager gebracht. Die Flaschen erhalten ihr Etikett später an einer weiteren Maschine, danach werden sie in Kisten oder Kartons aufbewahrt, bis zu jenem Tag an dem wir sie Ihnen präsentieren dürfen.

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